﻿BIBLIOGRAPHIE.
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treten als in der verkürzten Entwicklung des Huhns. Die als Material dienenden Eier waren 8%—48 Stunden bebrütet gewesen. Das Fixirmittel war dasselbe wie in der vorhergehenden Arbeit. Der Autor gelangt zu folgenden Schlüssen: der Blastoderm eines frischen, unbebrüteten Perlhühnereies besitzt einen deutlich differencirten Ektoderm und Entoderm, ein verkleinertes Blasto-cel und eine stark entwickelte subembryonale Höhle. Der hintere Band des Blastoderms ist reicher an Zellen als der vordere. In den ersten 14 Stunden der Bebrütung wächst die Keimscheibe und bildet sich die ektodermische Verdickung im Centrum des hellen Feldes. Der Dotterentoderm, welcher in einigen Stellen dem Ektoderm anliegt, scheint mit letzterem morphologisch nicht verbunden zu sein. Weiter (etwa nach 16 Stunden der Bebrütung) zeigen sich im Gebiete der mittleren Verdickung und auf Kosten derselben Andeutungen des Primitivstreifens in Gestalt eines <Primitivknotens» (Mitropha-noff), welcher das primitive Proliferationsgebiet des Ektoderms vorstellt. Von diesem Knoten aus und nach dem Schwanzende hin differencirt sich der Primitivstreifen, welcher in seinem Verlaufe schmaler als der Knoten ist. Am Ende des Streifens, zwischen dem hellen und dem dunkeln Felde, ist die Verdickung des Ekmoderms eine stärkere, indem sie die Gestalt eines compacten Knotens annimmt. Diese Verdickung steht in keiner Beziehung zu den Ga-strulationsprocessen; die Rolle derselben bei der Bildung des Primitivstreifens bedarf noch der Erklärung. Die Primitivfurche beginnt in dem Gebiet des Primitivknotens, wo sie am schärfsten hervortritt und zuweilen einen palinge-netischen Charakter annimmt, indem sie in Gestalt eines der Gastrula der Reptilien eigentümlichen taschenähnlichen Urmunds erscheint.
Tschassownikoff, 8. Ueber die Entstehung und Bedeutung der «Saftkanälchen» in den Nervenzellen. Separatabdruck aus «Fragen der neuro-psychischen Medicin». B. I. S. 1—27. Nebst einer Tafel mit Abbildungen.
Nach der Literaturübersicht dieser Frage giebt der Autor eine Beschreibung der Methode seiner eigenen Untersuchungen der Nervenzellen von Säugetieren (Katze, Hund, Kaninchen, Meerschweinchen) und Vögeln (Huhn, Taube) und weist auf die vortrefflichen Resultate, die er mittels der neuen, noch unveröffentlichten Methode des Prof. A. Kolossoff erhalten hat, hin. Um die Frage zu lösen, ob die Saftkänalchen präformirt oder facultativ sind, studirte Tschassownikoff die Zellen der intervertebralen Ganglien nicht nur im normalen Zustande sondern auch nach mehrstündigem Schlaf und einstiindiger Reizung des Plexus brachialis durch den Inductionsstrom. Der Autor stimmt der Meinung Holmgren’s, Bethe’s und Fraguito’s, die die Saftkanälchen für präformirt halten, nicht bei und ist eher geneigt anzunehmen, dass dieselben in Abhängigkeit von dem functioneilen Zustande der Zelle bald erscheinen, bald wieder verschwinden. Im Ruhezustände liegen, dem Autor nach, in den Nervenzellen in den hellen Schichten, die den Fibrillenbündeln entsprechen, einzeln oder in kleinen Häufchen, intensiv gefärbte Körnchen. Im Zustande der Thätigkeit der Zellen mehren sich diese Körnchen und häufen sich schon in Gestalt von kleinen Schollen
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