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RENSEIGNEMENTS.
gründet. Seine Untersuchungen sind dargelegt in: 1) Ber. d. Petersb. Naturfor-scherges. Bd. XXX, Lief. 2; ins Deutsche übersetzt—2) Pflüg. Arch. Bd. 77; 3) zum dritten Mal herausgegeben in vermehrter Redaction, um als Dissertation zur Erlangung der Würde eines Magister der Zoologie zu dienen, in Ber. d Mosk. Phys. Inst., woselbst B. Birukoff jedoch nicht gearbeitet hat. Ueberall-sagt er aus: «... können wir leicht bemerken, dass die Infusorien immer1) «in gebogenen Linien wandern und nur in jenen Teilen des Tropfens, wo die «Entfernung zwischen den dreieckigen Elektroden am grössten ist, die Teile des «Tropfens ganz freilassend, wo die Entfernungen am kürzesten sind1) (1. c. 1 S. 105; 1. c. 2; 1. c. 3, S. 38—39, Uebersetzung). In seiner «Kurzen Bemerkung* schreibt Birukoff: «.... in dem mehligen (Versuch) dieselben (Paramae-« eien) nur 2) {nur!) längs den Curven des grössten 2) Abstands zwischen den «Elektroden schwimmen»; oder dasselbst weiter oben noch bestimmter: «.... die-« selben sich nur *) {nur!) längs den Curven des grössten 2) Abstands der Elektroden von einander (also in den äusseren Teilen des Tropfens) bewegen und «die Curven des geringsten 2) Abstands (die inneren Teile des Tropfens) frei «lassen».
Diese Beobachtungen veranlassen B. Birukoff, «die bei inductiven «Strömen beobachtete Gesetzmässigkeit in der Lagerung der Infusorien durch «folgende Formel r) auszudrücken: Die Infusorien bewegen sich immer in «jenen Teilen des Tropfens fort, wo die Stärke des cir culler enden Stromes die < geringste ist, und lagern sich an der Oberfläche der Elektroden so, dass sie «die Teile derselben frei lassen, wo die Dichtigkeit des Stromes am grössten ist»2).
Diese «Formel» wiederholt B. Birukoff hartnäckig in allen seinen Arbeiten über die Galvanotaxis. Diesmal stimme ich B. Birukoff vollkommen bei und habe überhaupt keinen Augenblick gezweifelt, dass die Beschreibung der Bewegung der Infusorien «nur» und «immer» in den Curven der grössten Abstände zwischen den Elektroden, nur von B. B i-rukoff «gefunden», von mir widerlegt wurde, und ich es nicht gewagt habe, dieselbe M. V e r w o r n zuzuschreiben. M. Verworn beschrieb die Bewegung in allen Curven richtig, indem er sie gelungen mit der Verteilung von Eisenfeilspänen auf Papier über einem Hufeinsenmagneten verglich. Dieser Vergleich entspricht der Erscheinung, wie sie sich in Wirklichkeit darstellt, und ist die Richtung der Kraftlinien des magnetischen Feldes allen wohlbekannt.
Wie erklärt sich nun der Unterschied in den Resultaten von M. V e r-worn’s und B. Birukoffs Versuchen (Fig. 1 u. 2)? Dieser Unterschied ist um so befremdlicher, als die Versuche unter identischen Bedingungen stattfanden. Die Antwort auf diese Frage befindet sich in meiner Arbeit über den Galvanotropismus S. 57—73 (Dissert., russ., Moskau, 1903 u. Zeitschr. f. all. Phys. Bd IV. S. 321—329). Eine wiederholte Prüfung der Versuche hat an den Tag gelegt, dass B. B i r u k 0 ff die Thatsachen ungenau und unrichtig beschrieben hat. Hier gebe ich nur die Abbildungen (Fig. 4, 6, 7 u. 9) meiner wiederholten Controllversuche. Es ist leicht die von mir und B. Birukoff
J) Mein Cursiv.
2) B. Birukoffs Cursiv.