﻿DIE GRUNDLAUTE DER MENSCHL. SPRACHE U. EIN UNIVERSALALPHABET.
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das ungarisclie zs, das polnische z und rz, das bölimische z, das russische otc u. s. w. vor. Interessant ist, dass ein so fundamentaler Consonantsonor wie j [ofc] der deutschen Sprache ganz fehlt und in der englischen kein eignes Schriftzeichen besitzt, obgleich im Englischen j und g aus d und j bestehen. Im Worte soldier wird sogar i wie j ausgesprochen. Zur Bezeichnung desselben im Universalalphabet wollen wir uns des unpuktirten •¥, j bedienen. Dasj (o/c) wird ebenso wie das t* erzeugt; die Schwingungen werden jedoch hauptsächlich durch den mittleren Teil der Zunge hervorgebracht, die mit ihrem Rande sich an das Zahnfleisch des Oberkiefers stemmt (Fig. 35).
Der Grenzlaut des oberen Registers dieses Typus ist das griechisch-lateinische X, s in Schrift und Bedeutung, das russische 3, wie in Zeno, 3epno {zerno) und der in allen europäischen Sprachen durch s und z dargestellte Laut, das z im Französischen, Portugiesischen, Englischen, Dänischen, Schwedischen, Polnischen, Böhmischen, Slovenischen, Ungarischen, das im Deutschen, Englischen und Französischen zwischen zwei Vocal en stehende s: mes amies, Asie, cause, fusion, rose u. s. w., ausgesprochen wie mcz’amies, Azie, cauze, fuzion, roze, welches wie das griechisch-lateinesche z, das russische 3—ausgesprochen wird.
Der Consonantsonor z wird auf eben dieselbe Weise erzeugt wie j, jedoch bei mehr nach vorn gerückter Zungenspitze und etwas gehobenem Gaumensegel (Fig. 36).
Fig. 35. Der Consonant j.
Fig. 36. Der Consonant
Im Französischen wird ein solches s zuweilen durch x ersetzt, z. B.
aux armes—os'armes.
Das deutsche s wird am Anfang des Wortes oder einer Silbe wie das lateinische z, am Ende wie s ausgesprochen. So klingt auch im Italienischen s zwischen zwei Vocalen wie das lateinische z: rosa, casa—roza, caza....
Die Verwandtschaft der in Rede stehenden Grenzlaute erhellt sowohl aus den zahlreichen Uebergangslauten als auch aus der fehlerhaften Aussprache der Italiener, Juden und Südfranzosen, welche von den Franzosen mit dem Zeitwort zézayer bezeichnet wird, wie z. B. z’ai zoiiment zoué—fai joliment joué. Doch geben auch diese in einem und demselben Ton gesprochen Laute verschiedene chronographische Curven (Fig. 37 u. 38).