﻿DIE GRUNDLAUTE DER MENSCHL. SPRACHE U. EIN UNIVERSALALPHABET.
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Die Verwechslung der Consonanten d und t ist eine allgemein verbreitete Erscheinung; besonders häufig kommt sie in der deutschen und russischen Sprache vor, z. B. und, spr. unt; liod (Aedt) spr. Hot.
Wenn für das untere Register des vorliegenden Typus der lateinische Buchstabe ÆP, d, für das obere rM\ t angenommen wird, so könnte im vereinfachten Fig. 46. Der Con- Fig. 47. Der Con-
Universalalphabet für ersteres tß, d. für sonant d.	sonant t.
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letzteres derselbe aber punktirte Buchstabe vorgeschlagen werden—Æ0, d
Zwischen t und th macht sich kein Unterschied bemerkbar: z. B. Tempel, Theater, Theodor. Es unterliegt keinem Zweifel, dass das englische th aus t, h und s oder aus t, h und z entstanden ist, wobei die Buchstaben, namentlich s und z sehr kurz ausgesprochen werden. Somit dürfte das scharfe th durch ihs, das weiche—durch thz dargestellt werden. Das ungarische gy stellt ein weiches d—dj, wie das russische db vor, z. B. higyö wird wie kidjo ausgesprochen (s. p. 38).
Alle Niiancen des t und d,—die cerebralen, alveolaren, dentalen u. s. w., sind zwischen d und t inbegriffen.
Typus XII. C\ c—S, h.
Das Hervorbringen der langen Geräuschlaute des vorliegenden Typus erfordert schon gar keine Anteilnahme der Stimme. Der Luftstrom zwängt sich durch die verengte Mundhöhle zwischen dem gewölbten Zungenrücken und dem harten Gaumen hindurch und bedingt ein beinahe zischendes Geräusch (Fig. 49), welches lateinisch durch die Buchstaben J&, s dergestellt wird und phonetisch vollkommen dem französischen, portugiesischen, spanischen, italieni-
Fig. 48. Der Consonant c (sch).
Fig. 49. Der Consonant s.
sehen u. s. w. entspricht. Im Französischen werden t vor i, c vor e und i, ç vor a, o und u, im Englischen c vor e, i und y, im Ungarischen sz, im Deutschen ss, im Portugiesischen c vor e und i, ç vor den übrigen Vocalen und z am Ende des Wortes und c im Russischen ganz identisch ausgesprochen.
Hebt man unter denselben Bedingungen die Zungenspitze, bis sie die Hinterfläche der oberen Schneidezähne berührt (Fig. 48) so erhält man einen