﻿DIE GRUNDLAUTE DER MENSCIIL. SPRACHE U. EIN UNIVERSALALPHABET.
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Aussprache ganz dieselbe ist. Dagegen ist die Wiedergabe des Namens Chewier durch Kieme eine sehr gelungene zu nennen, da das französische i dem vorhergehenden n nicht nur eine weichere Aussprache verleiht, sondern auch das nachfolgende e jotirt.
Somit kann #, je nachdem es von unseren Sprachorganen länger oder kürzer hervorgebracht wird, entweder lang #, wie das gewöhnliche i, oder kurz—i ausgesprochen werden. Letzteres wird gut durch die russischen b, i, ü dargestellt, z. B. in den Worten maior, sini, bei u. dergl.
Es ist ebenfalls sehr leicht das lateinische verte, sowie das russische Qnpmne (glaubet) mittels des Universalalphabets darzustellen—nämlich verte und vieritie.
11. Alle konsonanten, die in ihren Grundtypen hart, sogar scharf ausgesprochen werden, können einen weicheren Laut dadurch erhalten, dass die denselben entsprechende Stellung des Mundes momentan eine dem kurzen i=i (b, ii, s. S. 33) zukommende annimmt, so dass letzteres mit dem vorhergehenden konsonanten beinahe verschmilzt. Auf diese Weise erhalten die konsonanten eine weiche, zarte Aussprache und können mit vollem Recht zum Unterschied von ihren harten Prototypen weiche konsonanten heissen.
Im Deutschen wird der weichere Laut der konsonanten und auch der Vocale durch i und j gleich den russischen i, b, ü, angezeigt, in Gegenwart von i nach g und k, z. B. in giessen und kiesen, oder auch ohne dasselbe in gelten, Kelten. Doch besitzt die deutsche Sprache kein Zeichen, um den Unterschied der weichen Aussprache des ch in ich von der harten in ach anzuzeigen (im Russischen könnten man diesen Unterschied durch uxb und axd darstellen). Andererseits kann auch der grobe Kehllaut ch in ich in der schweizerischen Mundart weder durch das russische ukxz noch durch hxz wiedergegeben werden; das Universalalphabet degegen ermöglicht die phonetische Darstellung dieses Wortes durch i.ri für das deutsche ich, næ für das deutsche ach und ijc für das schweizerische ich, wo jr, wie oben auf S. 54 gesagt, den tiefen Kehllaut æ (ch) bedeutet.
Im Französischen wird die weichere Aussprache durch i und y, beim n durch ein voranstehendes g bezeichnet, z. B. poignardé, signe, cigogne, was mittels des Universalalphabets als puaniarde, sini, sigoni wiedergegeben werden kann 4); zuweilen üben h und 11 denselben Einfluss aus: Milhaud, wird wie Millaud oder Milio ausgesprochen, billet, im allgemeinen wie biliie, in Paris sogar wie biiie; dasselbe in Wörtern wie fdle, bouillon u. a.
Im Italienischen verleiht g dem nachstehenden 1 und n die weiche Aussprache, z. B. gli, gnaffa=lii, niaffa-, im Spanischen die Verdoppelung des 1 und das Zeichen ~ über dem n, z. B. cabello, senor, doiia; im Portugiesischen erhalten 1 und n den weichen Laut durch ein nachstehendes h: Ih, nh klingen wie die russischen Ab, ub; im Ungarischen werden t, 1, n, g vor y weich, wie im Russischen Ab, ub, mb ausgesprochen, auch im Kroatischen klingen c, dj,
') Die französischen Philologen identificiren schon längst gn mouillé mit dem sehr rasch von einem i gefolgten n (ni).