﻿DIE GRUNDLAUTE DER MENSCHL. SPRACHE U. EIN UNIVERSALALPHABET.
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stimme), oder höhere (Kopfstimme) Aussprache der betreffendon Laute hin, wie wir schon oben erwähnten (S. 49).
Wie die Phonographik zeigt, stellen die französischen ê, è, e, e, e in der Mitte und e am Ende des Wortes ein und dasselbe e vor, welche sich hauptsächlich durch die Dauer (Länge), die von ê zu e allmälig abnimmt, unterscheiden. Ebenso unterscheidet sich auch durch die Dauer (Länge) das deutsche e in den Wörtern: nähmen, eivig und echt, wo ä beispielsweise dreimal, e in ewig zweimal länger als e in echt ist. Wenn das deutsche e nach i und e auch nicht ausgesprochen wird, so verleiht es den vorhergehenden Vocal en doch längere Dauer: z. B. die, wieder, Heer. Die Länge der Laute wird im Deutschen überhaupt durch Verdoppelung derselben: aa, ee, oo, mm u. s. w. oder durch das stumme h bezeichnet. Auch im Englischen dient das e nach einem Vocal nur zur Verlängerung desselben.
Dasselbe kann auch von den übrigen französischen Vocalen a, u u. s. w. aigu, fermé, grace und von den deutschen geschlossenen, offenen, offenen langen,, offenen kurzen gesagt werden. Es sind stets dieselben Laute, die sich nur durch ihre Dauer unterscheiden; auch die griechischen Spiritus lenis, accen-tus acutus und circumflexus bedeuten nur die Länge—dcAoa, Aoyo;, opuoç. Zur Bezeichnung der Länge wird im Ungarischen, Böhmischen, Kroatischen, Slovenischen ein einfaches oder doppeltes Betonungszeichen benutzt.
Die Buchstaben mit besonderen Dehnungszeichen zu versehen, wie es im Französischen gebräuchlich ist, ist unnötig, da die Wörter mit derartig bezeichneten Buchstaben an sich selbst gewöhnlich die Länge des in Rede stehenden Vocals bedingen; so werden z. B. nähmen und nehmen ganz analog ausgesprochen, da die Länge des e und des ä hier von dem nachstehenden h abhängt, mittels des Universalalphabets aber als nennen dargestellt wird.
Die Dehnung der Laute wird häufig von einem Brustlaut begleitet oder, richtiger, maskirt, wie z. B. im Arabischen, Englischen u. a. in cedar, cuff, patter u. dergl.
Die Philologen nehmen gewöhnlich zum Muster oder als Grundlaut irgend eines Schriftzeichens den Laut an, welchen das gegebene Zeichen in einem gewissen Worte besitzt. Unter vielen andern nehmen Lepsius, Passy u. a. zur phonetischen Transcripton als phonetische Grundelemente diejenigen Laute an. welche ihnen in den ihrer Ansicht nach im gegebenen Fall typischen Wörtern eigen sind. So hält Passy a in patte und a in pas, o in bâton und o im englischen Worte not für verschiedene Laute, was ganz unrichtig ist. In solchen Fällen wird ganz ausser Acht gelassen, dass sowohl der vorstehende als der nachstehende Laut auf die Länge des zwischen ihnen befindlichen einen solchen Einfluss ausüben, dass derselbe einem ungeübten Ohr als ein selbständiger Laut erscheint. So haben wir in dem einen Fall ein langes d und o, in dem andern ein kurzes ä und ö: patte und bâton, pas und not. Hier sind eigentlich nur zwei Laute, nur von verschiedener Länge vorhanden, Passy aber nimmt vier Laute an. Dasselbe gilt von den griechischen £ und vj, o und a>, die sich nur durch ihre Länge unterscheiden
Auch die Verdoppelung der Consonanten, die in verschiedenen Sprachen gebräuchlich ist, wird im Universalalphabet überflüssig. Anstatt der üblichen