﻿34
DIE GRUNDLAUTE DER MENSCHL. SPRACHE U. EIN UNIVERSALALPHABET.
Fig. 8. Der Vocal ä (wie
Wie sehr man sich auch bemühe einen und denselben Laut beizubehaltenr die soeben genannten Vocale in einem und demselben Ton zu singen, beim allmäligen Uebergaug vom reinen a zum weicheren findet unabänderlich eine
unwillkürliche Tonerhöhung statt. Aus diesem Grunde wollen wir die Grenzlaute des Sonors a, n des untern Registers oder das tiefe u und u des oberen Registers oder das hohe u nennen, wobei wir für ersteren die gewöhn-liche-Bezeichnung .4, u, für letzteren denselben, aber mit Punkten versehenen Buchstaben A, fi annehmen.
.4. u des untern Registers wird wie das gewöhnliche a, .4, fi dagegen wie das französische i in impression, Imbert, vin u. dergl. ausgesprochen, und können diese Wörter daher timpression, Ämbert, v#tn geschrieben werden. Auch das deutsche e und der Umlaut ä werfranz. i in im...). den vor i und u ausgesprochen wie fi. z. B. in ein, Reich, heute, Eile, Bäume, Täubchen, Bein, bei, Eule, Heim '), welche mittels des « als à in, Uli ich, häute, Aule, Bäume, Täubchen u. s. w. aufgezeichnet werden können; in Wörtern slavischen Ursprungs klingt sogar o wie fi, z. B. Boizenburg—Bfiitsenburg.
So werden auch die französischen e und u, z. B. in den Worten: Leg-det, tient, chacun wie ft. Ltkgdet, tifint, chacun u. s. w. ausgesprochen. Das polnische e endlich enthält fi nebst n, d. h. klingt wie fin; aucli das englische i stellt einen zusammengesetzten Laut fit vor. Am häufigsten wird jedoch ein solcher Sonor im Englischen in Gestalt des gewöhnlichen a: an, bran, can, Canada u. s. w. angetroffen.
Andererseits wird das französische e vor n und m und i nach o wie a ausgesprochen, wie z. B. rendre, membre, empire, j'en veux, moitié, toi, dois u. a., welche folgendermaassen: rundre, manbre, anpire, muatié, tou, dous u. s. w. dargestellt werden können. Zuweilen wird das deutsche e wie a, wie im Worte allerdings—allurdings, sowie im Englischen o vor u und iv, z. B. house, foider; im Russischen o häufig wie u ausgesprochen: choroscho, kogo wie chu-rnscho, kuico.

Fig. 9. Der Vocal a.
Fig. 10. Der Vocal à.
Somit erscheinen .4, u und .4, fi als vollkommen selbständige Vocale, die durch charakteristische Curven dargestellt werden, wie Fig. 9 und 10 für e' (s. S. 32) zeigen.
f) Schon Brücke (Grundzüge der Physiologie und Systematik der Sprachlaute, 2 Aufl. 1876; S. 34 u. 35) richtete seine Aufmerksamkeit auf das Eigentümliche des ei in Heim, rein, gab aber keine Erklärung über die phonetische Bedeutung des e in diesem Falle.