﻿48
DIE GRUNDLAUTE DER MENSCHE. SPRACHE U. EIN UNI VERSA RALPH A RET.
tieferen Geräuschlaut, der durcli das russische m, das ungarische s, das slove-nische, kroatische und böhmische s bezeichnet wird, in den romanischen und germanischen Sprachen eines besondern Scliriftzeichens entbehrt, aber im Französischen und Portugiesischen durch ch, im Deutschen durch sch, im Englischen durch sh, im Italienischen durcli sc vor e und i, im Polnischen durch sz dargestellt wird. Denselben Laut hören wir auch in den englischen Combi-nationen seien, sion, tion, in den schwedischen sj, stj, shj und sh. Für diesen Geräuschlaut (sch) würden wir im Universalalphabet das Schriftzeichen fJ, c, welches im Obenangeführten keine Anwendung gefunden und seine phonetische Bedeutung niGit nur in-den verschiedenen Alphabeteu sondern auch in einem und denselben so oft ändert, annehmen. Die Curven von c und ft (Fig. 50 u. 51) bieten auch einen gewissen Unterschied.
Fig. 50. Der Consonant c (sch).
Somit nehmen wir für den Grenzlaut des unteren Registers €c (sch), für denjenigen des oberen Registers S, ft an: im verkürzten Universalalphabet Averden dieselben Buchstaben C, c für das untere Register, die
punktirten €J, c für das obere Register dienen.
Man braucht wohl kaum zu erwähnen, dass es einem jeden leicht wäre eine Menge Beispiele aus der gewöhnlichen Rede anzuführen, wo nicht nur der Übergang des einen Registers in das andre, sondern der Ersatz des einen durch das andre bemerkt werden (Lispeln, Traudeln, Trödeln u. dergl.).
Jedenfalls ist c (sch) ein ganz selbständiger, durch einen langen Geräuschlaut hervorgebrachter Consonant, der aut keine Weise in einfache zerlegt oder gar aus s, c, h aus s, h, oder endlich aus c und h, wie er im Deutschen, Englischen und Französischen dargestellt wird, zusammengesetzt werden kann.
Bemerken wir, dass das russische 3 oft wie s ausgesprochen wird, z. B. paci, eoch anstatt pci3i, eo3i; das französische s bewahrt überall seine Bedeutung. ausser in den auf S. 43 angegeben Ausnahmen. Das doppelte s—ss— im Lateinischen, Französischen und Deutschen klingt wie ft—ossificatio, assez, Schlüssel u. dergl. Andererseits wird das französische c vor e, i, y, ç vor a, o, u wie s (leçon), das englische sc vor e und i wie ein langes s ausgesprochen, z. B. sceau, scie. Endlich schliesst das französische tion ein t mit der Bedeutung eines ft in sich, z. B. nation, auch x, wie in Bruxelles; das russische ■m (j) klingt oft wie c, z. B. (fiypaium, nowi, anstatt efiypawm, homz.
Typus XIII. Æk, h—€*, g.
Der kurze, explosive Grenzgeräuschlaut des unteren Registers des vorliegenden Typus wird durch den allen europäischen Sprachen gemeinsamen Con-

Fig. 51. Der Consonant s.