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DIE GKl'NDLAUTE DER MENSCHL. SPRACHE U. EIN UNIVERSAL\LPHABET.
lj, nj weich wie im Wort obitjelj, desgleichen im Böhmischen d, t oder et, t' und n, im Slovenischen d', 1 n u. s. w., im Polnischen endlich, wo s und c wie Cb, ub im Russischen ausgesprochen werden.
In den westeuropäischen Sprachen ist 7 im allgemeinen weich, sogar vor a, o, u\ in der polnischen giebt es zwei 7, das weiche 7 und das harte /, in den andern slavischen Sprachen ein weiches 1' oder 1, wie schon erwälmt. Die russische Sprache bezitzt ein 7 (ji) J), welches durch i (t) oder ein nachstehendes c, i, ja (h), ju (w) den weichen Laut erhält, während es vor den übrigen Vocalen: a, o, y, u sehr hart und scharf ausgesprochen wird. Die verschiedenen Kuancen des 7 in den Wörtern ÖAaoicb, Natt, Nanc. ÖAHXb können im Universalalphabet durch blaji, bliatt, bilan, bliiax wiedergegeben werden.
Es ist interessant hervorzuheben, das zuweilen zugleich mit dem Joti-ren Spaltung des l vorkommt, wie es auch im Deutschen in den Lautverbindungen 1er, y er, z. B. Eier {Ei), Bayern, eïa (Interjection) u. dergl. der Fall ist und phonetisch folgendermaassen auszudrücken wäre: tiiiet', bniiern, eiin u. s. w.
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2. Die kurzen I »« und Id, #«—17, #f und I, t\.
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Id und I ’ spielen oft die Rolle kurzer Bindelaute, obgleich sie sich in den meisten Fällen hinter den Schriftzeichen der Vocale und Consonan-ten verbergen, mit Ausnahme des Griechischen, Lateinischen und Deutschen; in diesen Sprachen werden diese Sonore, ihre bildliche Darstellung beibehaltend, häutig sehr kurz, wie in den Wörtern: autor, aurora, August, wvcöp.a u. s. w. ausgesprochen. Andererseits geht der Sonor des tieferen Registers, der z. B. im Deutschen durch u verbildlicht wird, in den höheren Sonor desselben Typus #» über, z. B. in den Worten: heute, Eide, Bäume, Häuser u. dergl. Hier wird das f* nicht nur kurz ausgesprochen sondern geht in das ebenfalls kurze ti (ü) über; infolgedessen erhalten die oben angeführten Wörter, nachdem auch der vorhergehende Vocal durch das entsprechende phonetische Zeichen (s. S. 40) ersetzt worden ist, ihre eigentliche phonetische Darstellung, nämlich: häute, utile, bntime, htitiser 1 2) u. s. w.
Ausserdem verleiht in solchen Fällen das deutsche u gleich dem i auch dem nachfolgenden Vocal e den weichen Laut, z. B. euer, Eier, oder phonetisch dargestellt: ntiier und niier.
1) Intei’essant ist, wie willkürlich die Hilfszeiclien angewandt werden: so verleiht im Portugiesischen h dem / nnd n, im Spanischen und Französischen die Verdoppelung des / diesem eine sehr weiche Aussprache. Will man dagegen im Deutschen den Lauten Härte verleihen, so stellt man ein h, z. B. ah. eh. ih\ das russische harte / wird durch Verdoppelung—//—bezeichnet!
■) Schon Brücke (loc. eit. p. 34) macht auf die besondere Aussprache des u in llavser, heute u. dergl. aufmerksam, indem er es für ü ansieht, ohne aber auf dessen Kürze in solchen Fällen hinzuweisen.