﻿LE
PHYSIOLOGISTE RUSSE
RÉDIGÉ PAR
M. Léon Morokhowetz,
Professeur de physiologie à l’Université Impériale.
MOSCOU.
Vol. V.
20 FEVRIER 1907.
N°N° 81—85.
Aktionsströine der markhaltigen Yerveu.
Von Dr. A. J U d i n.
Assistenten an dem physiologischen Institut der K. Universität zu Moskau.
I. Methodik.
Das von Einthoven im Jahre 1903 beschriebene Galvanometer stellt ein für die Untersuchung' der tierischen Elektrizität höchst wertvolles Instrument vor.
In vorliegender Schrift sind einige Versuche, die auf die Frage der Aktions-ströme der Nerven sich beziehen, beschrieben.
Das von mir benutzte Galvanometer hatte folgende Konstruktion (Fig. 1). Als Erreger des Magnetfeldes diente ein grosser von Edelmann (München) gelieferter Elektromagnet mit etwas veränderten Kernen. Jeder Pol des Elektromagneten stellt einen an beiden Seiten keilförmig abgesclirägten Zylinder vor. Die Axe der Kerne durchzieht ein zylinderförmiger Kanal, der breit genug ist, um an dem einen Ende den Tubus eines Mikroskops, an dem anderen einen kleinen Abbé’schen Kondensor aufnehmen zu können. Zwischen den Polen des Elektromagneten befindet sich ein 8 cm langer, 1,5 mm breiter und 2 mm hoher Spalt. In diesem Spalt wird der Faden gespannt, durch welchen die zu untersuchenden Ströme gehen sollen.. Der Herstellung dieses Fadens hatte ich meine besondere Aufmerksamkeit zugewandt. Ich benutzte nicht Quarzfäden, sondern Glasfäden und zwar nur deshalb, weil ich mir solche selbst, in beliebiger Anzahl uud zwar von beliebiger Dicke hersteilen
1