﻿AKTIONSSriiÖME DER M AUK HALT DJ EN NERVEN.
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Geschwindigkeit v bei 1,5r C. ungefähr 7 — 8 m in 1 •'sek. Ist diese Grösse bekannt, so ergiebt sich auch sogleich die Wellenlänge: 20 — 25 cm.
Kehren wir nun zu der Untersuchung der Summirung der Reizungen an dem abgekühlten Nerven zurück. Aus einer Reihe von Kurven (Fig. 29, 50. 31), wo die Resultate zuerst einer Reizung, dann zweier Reizungen in verschiedenen Zeitintervallen abgebildet sind, ersehen wir. dass Summirung im Sinne von Amplitudenvergrösserung nirgend stattgefunden hat. Man kann voraussetzen, dass die Abkühlung bis 1,5° C. den Nerven in den Zustand höchster, maximaler Erregbarkeit versetzt hat, wenn Summirung der Reizungen nicht mehr statttinden kann.
Es sei hier noch eines Umstandes erwähnt, der gleichfalls mit der erhöhten Empfindlichkeit des Nerven verknüpft ist. A ergleicht man die Kurven von Aktionsströmen, die einerseits von frischgefang' nen. andererseits von solchen Fröschen, die ungefähr einen Monat lang gehungert hatten, bei anderweitigen gleichen Bedingungen herrührten, so gewahrt man bedeutende \ er-stärkung der elektromotorischen Kraft des Aktionsstrumes hei den hungernden Fröschen. Die Kurven Fig. 25, 26 geben einen Begriff von einer solchen V erstärkung.
V. Aktionsstrom des tetanisirten Nerven.
Wenden wir uns jetzt der Betrachtung der beim Tetanisiren der Nerven erhaltenen Kurven zu.
Anfänglich wurde der Nerv mittels eines Induktionsapparats tetanisirt. in dessen primären Kreis ein Näff'scher Unterbrecher eingeschaltet war. Die Kurven 32 und 33 zeigen das Resultat einer 50—100-maligen Reizung pro 1 Sek., wobei ersichtlich ist, dass sowohl die Schliessungs- als die Oeffnungs-schläge jedesmal eine neue Zacke an der Kurve hervorbringen. Die ganze-Kurve befindet sich überhaupt über d<jr Abszissenaxe.
Ein eben solches Bild (Fig. 341 beobachtet man auch in dem Falle, wenn eine 100 Doppelschwingungen gebende Stimmgabel als Unterbrecher dient, der Nerv somit 200 Reizungen pro Sek. erhält. Die Summirung der Reizungen gieht sich durch einen bedeutenden Aufstieg der Kurve über die Abszissenaxe kund. Beim Uebergang zur 400-maligen Reizung pro 1 Sek. (Stimmgabel mit 200 Doppelschwingungen) erscheint schon ein glatter Tetanus (Fig. 35). Das höchste Interesse bieten die Kurven, wenn die Zahl der Reizungen 1000-mal pro 1 Sek. (Stimmgabel mit 500 Doppelschwingungen) erreicht hatte. Die Kurve Fig. 36 stellt einen anfänglichen Tetanus dar. Zuerst findet ein sein starker Aufstieg der Kurve statt, der von der Summirung der Reizungen abhängt, Wir sehen, dass die Kurve keine Zacken hat und allmälig zur Abszissenaxe abfällt. Fährt man mit der Reizung fort, so nimmt diese Kurve schon einen ganz anderen Charakter an. wie das 6 Minuten nach Beginn des Tetanus erhaltene Photogramm Fig. 37 zeigt. East denselben Charakter besitzt die 12 Minuten nach Beginn des Tetanisirens erhaltene Kurve (Fig. 38). Wir sehen also, dass die Kurve des Aktionsstroms bei der Reizung eines