﻿VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN ALKALIEN.
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6—7), dessen Lehrer und zugleich der Referent seiner Arbeit, nannten den Neutralisationsniederschlag aus der Lösung der Alkaliverbindung nicht nur Albuminat sondern sogar Alkalialbuminat 1). Genannte Autoren verknüpften ferner alles, was über den Neutralisationsniederschlag gerade des Alkalialbuminats bekannt ist, mit dem Worte Alkalialbuminat, demgemäss das Alkalialbuminat Säureeigenschaften besitzen, absolut unlöslich in Wasser sein, sich mit Basen verbinden solla) u. dergl. Ungereimtheiten mehr, von denen die erwähnten Mitteilungen dieser Autoren voll sind (36 p. 9—17; 37 p. 468). Zu alledem fing man an, das Mul-der’sche Protein nicht nur Lieberkühn’s (36 p. 9; 37 p. 469) Alkalialbuminat zu nennen, sondern es auch dafür zu halten. Auch Hammarsten (37 p. 466) versteht in seiner Arbeit unter dem Namen Alkalialbuminat gerade den Neutralisationsniederschlag 3j.
Diese Verwechslung der Benennungen, die Hoppe-Seyler’s Anhänger sich zu schulden kommen Messen, scheint eine Rückwirkung auf Hoppe-Seyler selbst gehabt zu haben: in seinem Lehrbuche vom Jahre 1883 versteht er unter dem Namen „Albuminat“ überhaupt und „Alkalialbuminat“ im besondern das, was Mörner und Hammarsten darunter verstanden hatten (55 p. 267, 284). Doch begnügte sich Hoppe-Seyler damit nicht, sondern machte sehr na'iv die Bemerkung, dass diese Körper, d. h. Neutralisationsniederschläge, allgemein „Alkalialb u minât e“ oder „Albuminate“ genannt werden 4), wobei das Wort „Albuminate“ mit einem Sternchen und einem Hinweis auf Lieberkühn, den Autor selbst, Soyka, Mörner und Rollet5) versehen ist. Es ist interessant, dass auf Seite 118 von Lieberkühn’s Arbeit, auf welche Hoppe-Seyler hinweist sowohl das Wort „Albuminat“ als auch die Wörter „Kali “ oder „Alkalialbuminat“ nicht vorhanden sind (71p. 118); auf Seite 117 ist zwar von „Kali-“ und „Alkalialbuminat“ die Rede, doch nur als von der Verbindung eines Alkali mit Albumin, wobei Lieberkühn den Ausdruck „Albuminat“ im Sinne einer allgemeinen Bezeichnung, so zu sagen eines Sammelnamens, garnicht gebraucht (ib.p. 117). In dem erwähnten Artikel werden, im Widerspruch zu Hoppe-Seyler’s Angaben, die Neutralisationsniederschläge nirgend „Albuminate“ genannt, da das, was Hoppe-Seyler „Lieberkühn’s Albuminat“ nennt, Lieberkühn in Ausdrücken, die keinen Zweifel aufkommen lassen, üb e r a 11 „N iederschläg e“ (ib. p. 119 u. a.) oder sogar „Albumin“ (ib. p. 129) nennt. In Betreff Hoppe-Seyler’s Berufung auf seine eignen Schriften (48 p. 424), sei gesagt, dass der Autor sowohl als Verfasser eines Lehrbuchs als auch als Arbeiter auf diesem Felde einen Irrtum beging, den er sich bemühte in der Gelehrtenwelt möglichst zu verbreiten. Zu gleicher Zeit und beinahe stereotypisch
') „Das mit */2 Grm. Kalihydrat auf je ein Eierweiss dargestellte, mit Essigsäure 2 Mal gefällte, möglichst sorgfältig ausgewaschene Alkalialbuminat (!) -wurde mit CaCO: in Wasser sehr fein vertheilt (um gerade Calcium-Albuminat zu erhalten)“ (36 p. 7 s. unten).
s) „Das Alkalialbuminat (!) hat die Eigenschaften einer Säure. Zerreibt man es in Wasser, mit Calcium-, Strontium- oder Baryum-carbonat, so löst es sich allmählig und treibt dabei, wie Mörner gezeigt hat, Kohlensäure aus (!)“ (ib. p. 10).
3) „Die Gerinnungsfähigkeit geht indessen dabei verloren (Fibrinogen in einer Alkalilösung beim Erwärmen) und nach dem Erkalten ent-
steht bei Verdünnung mit Wasser und Durchleiten von Kohlensäure ein in NaCl unlöslicher, aus Alkalialbuminat (!) bestehender Niederschlag“ (35 p. 20).
*) Nach der Beschreibung dessen, was wir hier Neutralisationsniederschläge aus Alkalialbu-minaten genannt, sagt Hoppe-Seyler: „Diese Körper sind allgemein als Albuminate *) oder Alkalialb uminate bezeichnet“.
*) „*) Lieberkühn, Pogg. Ann. Bd. 86. S. 118. Hoppe-Seyler, Zeitschr. f. anal. Chem. Bd. 3. S. 424. Soyka, Arch. f. d. ges. Physiol. Bd. 12. S. 347. Mörner, ebendas. Bd. 17. S. 468. Rollett Wien. Acad. Sitzungsber, Bd. 84. Abth. III.“ (55 p. 284),
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