﻿VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN ALKALIEN.
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Gallertbildung bewirken, ist offenbar weniger Globulin vorhanden als zur Gallertbildung notwendig ist. In der Tat bewirkt der Zusatz von festem Globulin zu einer Globulinlösung die Bildung von Gallerte, zu einer dünnflüssigen Gallerte eine feste Gallerte, und zu einer festen aber geschmolzenen (doch ohne Zersetzung d. h. ohne Gelbfärbung)—die Bildung einer Gallerte, die bei höherer Temperatur schon nicht mehr ohne Zersetzung zerfliesst.
Bei der Bildung sowohl von Niederschlägen, als auch von Gallerten haben die Alkalien viel mit den Salzen Gemeinsames. Ausser dem, was wir schon über die Gallerte des Salzglobulins 48—60 p. 171) gesagt, ist es interessant hervorzuheben, dass schon Denis (15 p. 84) die alkalihaltige Gallerte mit der mittels Natriumcarbonat erhaltenen identificirte, und dass Eichwald die Lösungen des Globulins in Alkalien mit den Lösungen desselben in den Alkalicarbonaten für analog erklärte (22 p. 171).
B.	Einfache und zusammengesetzte Globulate. Nachdem wir die Verbindungen des Globulins mit einer Base, so zu sagen die einfachen Globulate, besprochen haben, müssen wir auf die Möglichkeit der Bildung zusammengesetzter, doppelter, dreifacher u. s. wT. Globulate hinweisen, In der Frage vom Ersatz der Base des Globulats durch eine stärkere ist es notwendig der Frage von der gleichzeitigen Teilname der Basen bei der Bildung eines zusammengesetzten Globulats Rechnung zu tragen. Obgleich historische Angaben über den Ersatz einer Base durch eine andere, stärkere, vorhanden sind, so ist es doch in Ermangelung vollkommenerer Methoden ziemlich schwer diesbezügliche Beobachtungen anzustellen. Andererseits nimmt ein in die Flüssigkeit eingetragenes Alkali verhältnissmässig leicht an der Bildung eines zusammengesetzten Globulats teil. Nachdem man ein saures Globulat mit einer Base erhalten hat, ist es unschwer dasselbe mittels einer anderen Base in eine neutrale Verbindung und mit Hilfe einer dritten Base in ein basisches Globulat überzuführen. Ebenso wenig Schwierigkeiten bietet es ein zusammengesetztes Globulat in Gallertform zu erhalten, indem man die Behandlung des Globulins im festen Zustande oder in natürlich vorkommenden Lösungen zuerst mit einer Base vorniment und mit einer andern oder mit einer zweiten und dritten nach einander beschliesst. Die Geschichte weist auf das Vorhandensein von doppelten Globulaten des Calciums und Magniums hin. Es unterliegt keinem Zweifel,
ass es sowohl Gemenge von Globulaten geben kann als dass auch doppelte, dreifache u. s. w. Globulate, z. B. GbNax, GbNaxCaz, GbCaxMgz u. s. w. möglich sind, fdie ihre Zusammensetzung bei den Lösungs- und Fällungsreactionen behalten und in denen x, 0 u. s. w. sehr verschieden sein können, jedenfalls aber das höchste Glied des Ausdrucks 7c(%+.............-j-1) bei weitem nicht erreichen.
C.	Verhalten der Globulate zu den Salzen. Die Salze verhalten sich im allgemeinen zu einer Globulatlösung wie zu einer Salzglobulinlösung und zwar wie zu einer sehr verdünnten Salzglobulinlösung oder wie zu einer Lösung von Globulin in den dasselbe am besten lösenden Salzen. Selbstverständlich nahmen wir zu Versuchen Salze mit derselben Base wie im Globulat, wobei man diese Versuche besonders mit den Alkalien und mit Baryt, nur bei einem geringen Alkaligehalt im Globulate, um einer Fällung des Salzes als eines solchen vorzubeugen, anstellte. Wie zu erwarten war, werden die alkalischen und erdalkalischen Verbindungen des Globulins von Salzen weit schwerer gefällt als Salzglobulinlösungen sogar, zu Ringer’s Verwunderung, aus stark alkalischen Lösungen (111 p. 300). Auch hier erweist sich für die alkalischen Verbindungen das Ammoniumsulfat als bestes Fällungsmittel, natürlich bei geringem Alkaligehalt.
Giebt man einmal die Existenz von Salzglobulinen zu, so ist es möglich, ausser den Verbindungen mit Salzen, auch noch Verbindungen von Salzglobulinen mit
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