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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN ALKALIEN.
zeigt haben, wird durch den Zusatz von Salzen—Chlornatrium. Natriumsulfat oder Magnesiumsulfat—eine Alkalialbuminatlösung in der That nicht nur in der Siedhitze, sondern auch bei weit niedrigerer Temperatur gefällt (ib. p. 31). Grosse Mengen von Neutralsalzen fällen eine Seroglobinlösung in geringen Quantitäten eines Alkali bei Zimmertemperatur. Am besten gehe die Fällung bei der Sättigung der Lösungen mit Salzen vor sich, wobei die unveränderte Substanz ausfällt; eine halbgesättigte Kochsalzlösung (18%) erzeuge in einer neutral reagirenden Seroglobulinlösung gar keinen Niederschlag. Vollständige Fällung erfolge nur beim Kochen einer mit dem Salze gesättigten Lösung dieses Alkalialbuminats. Bei Einleitung eines Kohlensäurestroms gehe die Fällung um so leichter von statten, je mehr die Lösung mit Wasser verdünnt ist. Gegenwart von Kochsalz verhindere in einem gewissen Grade die Fällung durch Kohlensäure, da Verdünnung mit Wasser das Fällungsvermögen der Kohlensäure auch hier befördere. So wurde die Lösung mit 1% des Salzes nicht vollständig gefällt, während bei der Verdünnung mit Wasser die Kohlensäure, nach Eichwald’s Worten, vollständige Fällung bewirkte (22 p. 34). Essigsäure, Chlorwasserstoffsäure, Salpetersäure und Schwefelsäure scheiden das Seroglobin aus dem Alkalialbuminat aus, wobei der Niederschlag jedoch in einem sehr geringen Säureüberschuss löslich sei. Endlich werde die Albuminatlörung auch durch Alkohol von entsprechender Stärke und Menge gefällt, wobei nach 12-stün-diger Einwirkung des Alkohols der Niederschlag weder in Wasser noch in Salzen mehr löslich sei.
Im allgemeinen findet Eichwald, dass in den erwähnten Verbindungen eines Alkali mit dem Seroglobin das Globulin seinem Wesen nach keine Veränderungen erleidet, so dass es nach der Ausscheidung aus einem Albuminat mit seinen anfänglichen Eigenschaften auftritt. Dagegen seien sowohl die Niederschläge, welche durch Neutralisation einer Alkalilösung bei Gegenwart oder Abwesenheit von Salzen in der Siedhitze, oder auch beim Kochen einer alkalischen Lösung bei Gegenwart von Salzen entstehen, als auch die Neutralisationsniederschläge aus einer Alkaliverbindung bei Gegenwart eines Alkaliüberschusses bei Zimmertemperatur in Salzen löslich, und sind es diese Niederschläge, denen Eichwald den Charakter von Brücke’s Pseudofibrin zuerkennt, indem er dieselben zudem noch Albuminate nennt (22 p. 38, 32 u. a.).
Ausser dem Seroglobin gab in Eichwald's Versuchen auch das Fibrinogen analoge Verbindungen mit Alkalien: die alkalischen Lösungen wurden sogar bei deutlich alkalischer Reaction von Kochsalz gefällt; bei Gegenwart eines Alkali Überschusses trat vollständige Fällung nicht ein; Eichwald fand jedoch, dass hier auch halbgesättigte Kochsalzlösung Fällung bewirkte. Aus denselben Lösungen wurden auch durch Kohlensäure und Essigsäure Niederschläge ausgeschieden, Kochen aber bewirkte keine Fällung, ausgenommen wenn die Lösung Neutralsalze enthielt (ib. p. 174).
Es sei hier noch einer sehr interessanten Beobachtung Eichwald’s erwähnt, welche schon von früheren Forschern (Berzelius, Gerhardt) gemacht worden war. aber keine genügende Erklärung gefunden hatte. Eichwald fand, dass ein Alkalialbuminat des Seroglobins bei Gegenwart von Salzen beim Kochen teilweise gefällt wird, wobei der Niederschlag in Säuren und Alkalien schwer, in heissem Wasser und Salzen sich garnicht löst, während die Mutterlauge alkalisch reagirt ‘). Eich-
4) „Selbst •wenn man die Lösung mit ihrem lirte Lösung reagirt nach dem Erkalten alkalisch, gleichen Volumen gesättigter NaCl-Lösung auf- selbst wenn sie vorher rothes Lakmuspapier gar kocht, ist die Gerinnung nicht ganz vollständig. nicht bläute“ (ib. p. 32).
Eine solche nach Salzzusatz durch Hitze coagu-