﻿VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN ALKALIEN.
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Fällen Niederschläge, die sogar in schwachen Chlornatriumlüsungen löslich seien (46 p. 574 u. a.).
Die soeben angeführten Angaben von Heynsius lassen sich in den folgenden Satz zusaimnenfassen: je mehr Alkalialbuminat in einer Lösung enthalten, je mehr Zeit seit dessen Darstellung verflossen und je höher die die Lösung umgebende Temperatur ist, desto schwerer löst sich der Neutralisationsniederschlag in Mittelsalzen. Zugleich werden auch nach dem Kochen verdünnter Alkalialbuminatlösungen Neutralisationsniederschläge erhalten, die in schwachen Salzlösungen löslich sind. Dies alles bestätigt das von uns schon Ausgesagte. Hoppe-Seyler fand (53 p. 243), dass eine Albuminatlösung von Magnesiumsulfat gefällt wurde. Zu derselben Zeit bemerkte Heynsius, dass auch aus Eiweiss bereitetes und beim Kochen ganz unverändert gebliebenes Alkalialbuminat im Verlaufe der Dialyse beim Kochen sich mehr und mehr trübte (46 p. 555).
Die Verbindungen des Proteins mit den Erdalkalien studirte während der Geschichtsperiode, welche wir soeben betrachten, Mörner (83 p. 6), der zuerst eine Verbindung des Proteins des Hühnereiweisses mit Kali (auf 1 Ei 0,5 Grm. Kalihydrat) und dann durch Einwirkung von Essigsäure einen Neutralisationsniederschlag erhielt, welcher in Wasser mit kohlensaurem Kalk, Magnesium oder Baryt behandelt wurde. Bei dieser Operation verhält sich der Neutralisationsniederschlag des Alkali-albuminats wie eine Säure (p. n. 69), da er die Kohlensäure verdrängt und in wasserlösliche Verbindungen mit Erdalkalien übergeht.
Solche wässerige Kalkalbuminatlösungen sind ganz klar, gerinnen beim Kochen nicht, werden aber beim Erhitzen über 100° in geschlossenen Ptöhren gefällt, wobei die Fällungstemperatur von der Concentration der Albuminatlösung abhängt. Alkohol erzeugt in einer kalkhaltigen Albuminatlösung Niederschläge; auch Kohlensäure bewirkt Fällung, zugleich aber auch Zersetzung einer gelösten Alkaliverbindung, besonders beim Erwärmen auf 25°—30°; denn in der Lösung bleibt fast nur Calciumcarbonat zurück, während das kalkfreie Protein zu Boden fällt, Dieses Präparat wird dabei wiederum unrichtig „Albuminat“ genannt. Lösungen der Kalkverbindung werden sowohl von Chlorammonium als von Chlorcalcium, wenn auch nicht vollständig, gefällt, wobei ein Ueberschuss dieses letzteren den Niederschlag wieder auflöst. Indem Mörner im weiteren sich die Aufgabe stellte, den Kalk in der entsprechenden Verbindung quantitativ zu bestimmen, unterwarf er die Lösung der Dialyse; dabei fand er in den bei 110° getrockneten Präparaten 1,0%, 1,07% Kalk und 1,17% CaO. Dieselbe Unbeständigkeit beobachtete er auch am Ba-rytalbuminat. Ebensowenig gelangen Mörner die quantitativen Bestimmungen der Base bei der Fällung der Calciumverbindung mit kleinen Mengen Chlorcalcium. Mehr übereinstimmende Zahlen erhielt Mörner mit der Calciumverbindung durch folgendes Verfahren. Nachdem er die Kaliverbindung aus Eiweiss—auf jedes Eiweiss 0,5 Aetzkali—bereitet hatte, fällte er sie zweimal mit Essigsäure, wusch sorgfältig den Neutralisationsniederschlag (der hier die unglaubliche Benennung „Alkalialbuminat“ hat!), und vermischte denselben mit feingepulvertem Calciumcarbonat. Darauf wurde die klare Lösung auf 60°—70° erwärmt und aus derselben die Kohlensäure durch mehrfaches Auspumpen mit der Luftpumpe entfernt. Nach 24 Stunden goss man die klare Lösung ab und filtrirte. Nach dem Trocknen und Einäschern der Verbindung wurde das Calcium mit Oxalsäure gefällt und mit übermangansaurem Kali titrirt, wobei in den Präparaten N» 1 a—1,73% und b—1,79%, V 2—1,51%, 3 a—1,59% und b—1,59%, N» 4 a—1,67% und b—1,77%, .V 5— 1.76%, JV» 6—1,73% und jV 7—1,48% CaO gefunden wurden. In einer ähnlichen
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