﻿VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN ALKALIEN.
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Gb + kÇ'/n +................+ 1)	(9>
Alle diese Verbindungen, sowohl die auf die oben beschriebene als auf andere Weise bereiteten, im allgemeinen aber der angeführten Formel genügenden Verbindungen, sind in Wasser löslich. Die Wasserlöslichkeit ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal der Globulate der Alkalien und Erdalkalien von dem Globulin oder der Globulinsäure. Eine wässerige Lösung der genannten Globulate ist gewöhnlich tropfbar flüssig, farblos und klar unter der Bedingung, dass dieselbe nicht dem Einflüsse der atmosphärischen Kohlensäure ausgesetzt war. Wie schon von vielen Autoren bemerkt wurde und es auch in der That ist, steigt mit dem Alkaligehalt auch die in Lösung übergehende Menge des Globulins, welches bis dahin suspendirt gewesen war, wenn der Versuch unter den obenangeführten Bedingnissen ausgeführt wird. Im allgemeinen können diese Verhältnisse durch eine der von uns für die Salze (NW? 75—80 p. 264) vorgeschlagenen analogen Fonnein ausgedrückt werden, nämlich die in Lösung übergehende Globulinmenge (Grb) befindet sich im geraden Verhältnis zu der Base (1) und im umgekehrten zu der
Gb = —............... (10)
a
Wassermenge Ça). In allen Fällen treten die Globulate bei einer genügenden Wassermenge Ça) im flüssigen Zustande auf.
Andererseits kann bei einem Gehalt an mehr als 5% Globulin und einem neuen Zusatz von concentrirter Kali- Natron- oder Barytlösung das Gemenge auch ein festes Aussehen gewinnen und die Erscheinung des Festwerdens (AM 48— 60 p. 59) darstellen. Indem wir zu einer Globulatlösung von erwähnter Concentration eine gesättigte Kali-, Natron- oder Barytlösung in genügender Menge zusetzen, erhalten wir auch eine Fällung (ib.). Weisse Flocken oder sogar Massen fallen zu Boden, können aber wieder in Lösung übergehen, wenn dem Gemenge eine genügende Quantität Wasser zugesetzt wird.
Etwas anders verhalten sich dieselben Globulatlösungen, wenn Alkalien von derselben Concentration allmälig in kleinen Portionen zugegeben werden. Während dem Zusetzen des Alkali und dem Umrühren nimmt die Flüssigkeit feste Consistenz, aber ein durchsichtiges, d. h. gallertartiges, Aussehen an, so dass wir hier den Process der Gallertbildung (ib.) vor uns haben. In allgemeinen kann gesagt werden, dass Gallertbildung eintritt: 1) wenn das Globulat aus frischgefälltem noch feuchtem, doch nicht in Wasser suspendirtem Globulin bereitet wird; 2) wenn der Alkaligehalt steigt: a) durch einfaches Eindicken bei niedriger Temperatur; b) durch einfaches Eindicken bei niedriger Temperatur und Einträgen von neuem Alkali und c) durch Behandlung trocknen Globulatpulvers von niedrigem Alkaligehalt mit einer concentrirteren Lösung der Base. Im ersten Falle beobachtet man bei der Behandlung der brei- oder flockenförmigen Masse des Globulinniederschlags von irgend einer Herkunft mit einer kleinen Portion der Lösung der Base zuerst Hellerwerden und Aufquellen der Niederschläge und beim Umrühren derselben— Zusammenflüssen zu einer allgemeinen durchsichtigen Gallerte. Diese Erscheinung tritt um so rascher ein und ist um so schärfer ausgeprägt, je concentrirter die Lösung der Base (in diesem Falle) genommen wird. Im zweiten Falle entsteht Gallerte: a) durch Steigerung des Alkaligehalts, indem concentrirtere Alkalilösungen in Lösungen von Globulin in weniger concentrirten Alkalilösungen eingetragen werden. Hier tritt die Abhängigkeit der Gallertbildung von dem quantitati-