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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN ALKALIEN.
ven Verhältnisse des Globulins und der Basen scharf hervor: je mehr Globulin die Lösung enthält, desto leichter und schneller bildet sich eine Gallerte, welche die ganze Flüssigkeit umfasst. Es versteht sich von selbst, dass b) durch Eindicken bei niedriger Temperatur wir beiden Bedingnissen genügen, d. h. gleichzeitig den Gehalt an Globulin und an Base steigern, demgemäss auch hier bei einem genügenden Gehalt an Base eine Gallerte mehr oder weniger schnell erhalten wird; im entgegengesetzten Falle c) sieht man sich genötigt durch Zusatz von concen-trirten Lösungen der Base die Gallertbildung zu beschleunigen. Unstreitig dient als höchster Ausdruck der Bedingnisse dieses letzten Falles und zugleich als bequemste und rascheste Gewinnung von Gallerten—d) die Behandlung des trocknen, bei nie* driger Temperatur abgedampften und gepulverten Globulats mit einem unbedeutendem Gehalt an Base. Im gegebenen Falle können auch trocknes Hühnereiweiss, Blutserum, und andere abgedampfte Prote'inflüssigkeiten dienen unter der Bedingung, dass alle bei niedriger Temperatur getrocknet wurden. Auf diese Weise erhält man Gallerte auch mit einer verhältnissmässig geringen Quantität concentrirter Lösung der Base. Im allgemeinen unterliegt keinem Zweifel, dass eine um so grössere Globulinmenge zur Gallertbildung nötig ist, je weniger Alkali genommen wurde und umgekehrt.
In allen erwähnten Fällen verliert die Gallerte ihr anfängliches Aussehen und geht in eine weisse, undurchsichtige oder faserige Masse über: bei der Einwirkung neuer Quantitäten concentrirter Alkalien auf die Gallerte setzt sich diese (ib.). Im allgemeinen folgen die beschriebenen Erscheinungen auf einander, befinden sich in voller Abhängigkeit von den quantitativen Verhältnissen des Globulins und der Base und stellen eigentlich Stadien eines und desselben Processes des Festwerden nämlich einen besondern Fall desselben—G erinnung (ib.)—vor.
Auch wenn eine concentrirte Globulatlösung auf Pulver oder Stückchen derselben Base aufgetragen wird, so fällt eine aus weissen Flocken und Gerinnseln bestehende Masse aus. Eine solche Fällung erhält man mit Kali, Natron und Baryt bei circa 12%-igem Globulingehalt in der Lösung. Unter den erwähnten Bedingnissen bewirkten weder Kalk, Magnesia oder Strontiumoxyd noch in Gasform in die Lösung eingeleitetes Ammonium Fällung.
Von diesem Standpunkte aus betrachtet, ist das Verhalten der Lösungen von Basen der Wirkung von Salzen analog. Mit der Menge der Base steigt auch die Quantität des in Lösung übergehenden Globulins, doch nur bis zu einem gewissen Verhältnis, nach welchem bei jeder neuen Quantität V Fällung eintritt, wobei das Stadium der Gallertbildung mehr oder weniger schnell durchlaufen wird. Diese Verhältnisse können annähernd durch die für die Salze gegebene analoge Formel (.VA 75—80 p. 264, Formel 5)
6J = h..............	(11)
la
ausgedrückt werden.
A. Einfluss der Wärme. Wenn beim Studium des Verhaltens der Salze zum Globulin es uns verhältnissmässig leicht war die Mengenverhältnisse, welche der maximalen Löslichkeit des Globulins entsprechen (NeN» 75—80 p. 265), zu bestimmen, so ist hier dies Verfahren, nämlich Angaben über den Einfluss der Wärme, nicht mehr anwendbar. Die grosse Bedeutung der Wärme bei der Bildung alkalischer Verbindungen unterliegt zwar keinem Zweifel, und hatten schon die ältesten Autoren bemerkt, dass zur Gallertbildung viel weniger Alkali nötig sei, wenn Wärme hinzugezogen wird, als wenn die Gallerte bei gewöhnlicher Temperatur sich bilden soll;