﻿BIBLIOGRAPHIE.
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Volumgeschwindigkeit des durch die Koronararterie fliessenden Flüssigkeitsstromes vermittels der Hürthle’schen Stromuhr bestimmt; gleichzeitig wurde auch die kardiographische Kurve gezeichnet. Es stellte sich heraus, dass der Flüssigkeitsstrom im Blutgefässsystem des überlebenden Herzens, für 1 min., 100 mm. Hg-Druck und 100 g. Herzgewicht berechnet, für das Hundeherz 370 ccm., für das Katzenherz 480 ccm. und für das Kaninchenherz 710 ccm. beträgt. Auf Grund dieser Zahlen kann man, indem man den Viskositäts-koeffizienten der Locke’schen Flüssigkeit und den des Blutes der untersuchten Tiere bestimmt (was Verf. ausgcführt hat), berechnen, wie gross ceteris paribus der Blutstrom ist; es hat sich ergeben: Hundeherz 90 ccm., Katzenherz 130 ccm., Kaninchenherz 240 ccm. Die Energie der Blutversorgung des Herzens verschiedener Tiere (resp. der relative äussere Widerstand), berechnet in Form des Durchmessers einer 1 m. langen zylindrischen Röhre, erweist sich gleich: Hund 1,97 mm., Katze 2,10 mm., Kaninchen 2,32 mm., Verf. versuchte weiter in Anlehnung an seine früheren Versuche bezüglich der Blutversorgung des quergestreiften Skelettmuskels die Frage zu beantworten, wie sich die Blutversorgung im Herzen in den verschiedenen Herztätigkeitsperioden ändert, ln Uebereinstimmung mit den Verhältnissen im Skelettmuskel fand Verf., dass unter den Bedingungen eines bestimmten Herztonus die Blutversorgung des Herzens hauptsächlich im Laufe der Diastole geschieht; während der Systole (namentlich auf der Höhe derselben) wird der Blutstrom in den Koronararterien deutlich geringer; er kann sogar bei entsprechenden Tonushöhen und Stärke der Systole vollständig sistieren.
Kaznelsohn, L. Normale und pathologische reflektorische Erregbarkeit der Duodenalschleimhant. (Pawlow’s Laborat. St.-Petersburg). Dissert. Russisch. 1904.
Kaznelsohn experimentierte an Hunden mit einer Magenfistel und einer Duodenalfistel nach Thiry-Vella. Es wurden im normalen und im pathologischen Verdauungszustande des Hundes verschiedene Agentien durch das Duodenum durchgespült und gleichzeitig die motorische Tätigkeit des Magens beobachtet (zum Teil mit graphischer Registration). Im nüchternen Zustande des Hundes lässt sich eine Gesetzmässigkeit der Magenbewegungen beobachten. Dauert die Beobachtung 6—7 Stunden, so bemerkt man 3—4 Tätig-keits- und ebenso viele Ruheperioden der MagenbewTegungen. Jede Tätigkeitsperiode besteht aus 5—12 einzelnen Magenkontraktionen. Wird die Duodenalschleimhaut mit 0,1%-iger HCl im Laufe von 10 min. durchgespült, so tritt eine regelmässig auftretende Sistierung der Magenbewegungen ein. V2—1 Stunde nach der Durchspülung treten wiederum normale Bewegungen ein. 0,1 °/0-ige HCl wird vom Verf. als normaler Reiz angesehen. Wird zur Durchspülung 0,5%-ige HCl genommen, so schwinden die Bewegungen ebenfalls für eine Zeitlang, um darauf mit anormalem Charakter aufzutreten. Der anormale Charakter wird durch %%-ige Soda beseitigt.
Bistrenin, I. Der Weg der gefässerweiternden Fasern des Nervus ischia-dicus. Dissert. Kazan. 1904. Russisch.
Bistrenin suchte den Weg der gefässerweiternden Ischiadikusfasern auf Grund plethysmographischer Versuche festzustellen. Die in Frage kommenden Nerven