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BIBLIOGRAPHIE.
wurden elektrisch, mechanisch und namentlich thermisch gereizt. Yerf. fand, dass der thermische Reiz (vermittels einer besonders konstruierten Wärmekammer für den Nerven) einen spezifischen Reiz für die gefässweiternden Fasern darstellt. Die Angabe Grützner’s, nach welcher der thermische Reiz bloss bei der Reizung des Ischiadikus, nicht aber des Lingualis Erweiterung der Gelasse bewirkt, hat sich nach Yerf. als irrig erwiesen. Versuche mit einem entsprechend konstruierten Zungenplethysmographen zeigten, dass Reizung des Lingualis Erweiterung der Zungengefässe bewirkt, Deshalb stellt Yerf. den Satz auf, dass in gemischten Nerven die gefässerweiternden Fasern vermittels des thermischen Reizes nachgewiesen werden können. Was den Ischiadikus anbetrifft, so beweist Yerf., dass die in ihm enthaltenen diktatorischen Fasern, deren Wirkung man leicht durch thermische Reizung des Ischiadikus demonstrieren kann, nicht vom Sympathikus, sondern von den hinteren Spinalwurzeln stammen: die thermische Reizung des Bauchsympathikus bleibt ohne Resultat (elektrischer Reiz bewirkt Gefässkontraktion), die thermische Reizung der entsprechenden hinteren Wurzeln dagegen ist in der Mehrzahl der Fälle (an Hunden und Katzen) von einer deutlichen Volumzunahme der unteren Extremität gefolgt. Insofern werden die Angaben von Bayliss bestätigt. Die in den hinteren Wurzeln verlaufenden Fasern, deren Reizung diktatorischen Effekt hat, werden vom Yerf. als zentrifugal und direkt ohne Vermittlung des Spinalganglions in den Ischiadikus verlaufend betrachtet. Die von Bayliss angegebene Lokalisation trophischer Zentren der Vasodilatatoren in den Spinalganglien wird bestritten.
Arbekoff. P. Ueber die Bedingungen des Rücktrittes der Darmflüssigkeiten (Galle, pankreatischer Saft und Darmsaft) in den Magen.
(Pawlow's Labor.) St.-Peterburg. 1904. Russisch.
Arbekoff studirte die Wirkung der Reizung der Duodenal-und Dünndarmschleimhaut auf die reflektorische Schliessung des Pylorus. Es wurde an 3 Hunden experimentirt; der eine hatte eine Magenfistel und Duodenalfistel, die zwei anderen eine Magenfistel und eine Thiry-Vella’sche Fistel des Anfangsteils des Dünndarmes. Man goss 200 ccm. Wasser in den Magen und bestimmte nach Verlauf von 20 Minuten die Quantität der aus der Magenflstel austretenden Wasserreste. Dieses Kriterium des Pylorusschlusses wurde dann weiter in derselben Weise benutzt und geprüft nach Einfuhren verschiedener Agentien in die eingangs genannten Darmanteile. Wird Provenceröl oder Seife durch die Fistelgänge eingegossen, so wird immer ein Reflex auf den Pylorus im Sinne eines Schlusses konstatiert. Die nähere Analyse des Vorganges macht es wahrscheinlich, dass dabei die Spaltungsprodukte des Gels und der Seife von der Darmschleimhaut absorbirt werden, wodurch eine reflektorische safttreibende Wirkung auf die Magenschleimhaut ausgeüht wird, der secernirte Magensaft tritt dann in den Darm und wirkt als Reiz für den reflektorischen Schluss des Pylorus. Im Einklänge mit dieser Vorstellung von den in Rede1 stehenden Vorgängen befinden sich die Versuche mit Eingiessen von Salzsäurelösungen resp. Magensaft anderer Hunde in die Thiry-Yella'sche Fisteln: man erhält starken Pylorusschluss. Es gesellt sich aber hier eine neue Erscheinung