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B I B L I 0 0 K A P II I E.
flexe auf die Speicheldrüsen. Weitere sehr interessante Details und Auseinandersetzungen s. im Orig.
Sokoloff, A. Zur Analyse der sekretorischen Arbeit des Hundemagens.
Pawlow’s Laboratorium in S.-Petersburg. 1904. Russisch.
Sokoloff führte eine grosse Anzahl von Versuchen an 2 Hunden aus, die sehr komplizierte chirurgische Operationen überlebt hatten. Der Magen wurde unter Schonung der Nerven in einen grossen und einen kleinen Teil zerlegt; von beiden Teilen führte nach aussen eine Fistel. Später wurde eine Duodenalfistel angelegt. Drittens wurde in eigenartiger Weise eine volle Trennung des Pylorus vom Duodenum bei erhaltener Innervation vorgenommen. Nach Einführung verschiedener Nahrungsmittel in den Magen (auf natürlichem Wege oder durch die Fistel) wurde eine künstliche Verbindung zwischen Magen und Duodenalfistel vermittels Gummi-Glasröhren geschaffen. Hunde überleben derartige Eingriffe in den normalen Verdauungsakt sehr gut und gedeihen dabei tadellos. Aus der sehr grossen Anzahl der ausgeführten Experimente seien hier nur folgende erwähnt: füttert man den Hund und schliesst die Fistelöffnung der grossen Magenabteilung, so kann man die Verdauungstätigkeit des Magens bei absolut gehindertem Abfluss der Verdauungsprodukte verfolgen. Das vom Hunde verzehrte Fleisch bewirkt unter dieser Bedingungen eine geringgradige Steigerung der sekretorischen Tätigkeit der Magendrüsen und verlängert die sekretorische Periode. Verf. schliesst auf Grund von Erwägungen, dass dabei eine Resorption seitens der Magenschleimhaut absolut fehlt, was darauf hinweist, dass die Produktion des Magensaftes reflektorisch durch Reizung der Magenschleimhaut seitens der im Fleische enthaltenen reizenden Agenzien und nicht vom Blute aus durch irgend welche resorbierten Produkte zustande kommt. In einer anderen Versuchsreihe wurde dieselbe Fleischmenge durch die Duodenalfistel direkt in den Darm eingeführt; es entwickelte sich danach bloss eine sehr geringe Magensaftproduktion, während die Resorption vom Darme aus leicht von statten ging. Dieser Versuch spricht im Einklang mit dem vorigen gegen die Annahme einer Reizung der Magendrüsen vom Blute aus. Weiter wurde die Wirkung des Fettes auf die Magensekretion analysiert. Dem Hunde wurde durch die Duodenalfistel Fett in den Darm, nach einer Stunde in die grosse Magenabteilung Fleisch eingeführt. Während der ganzen Verdauungsperiode wurde der Saft aus der kleinen Magenabteilung gesammelt und später analysiert. Als Kontrollversuch wurde in den Darm sowohl als, nach einer Stunde, in die grosse Magenabteilung Fleisch einge-führt. Das Fett zeigte vom Darme aus eine stark hemmende Wirkung auf die Magensaftsekretion. In einem Versuche wurde durch das vor 1 Stunde in den Darm eingeführte Fett der Anfang der Magensekretion bis auf 1% Stunden verschoben; die darauf entstandene Sekretion war schwach und lieferte einen fermentarmen Saft. Weiteres s. im Orig.
Iwanoff, K. Zur Frage über die Zuckerbildung in der isolirten Leber bei Durchleitung Ringer-Locke’scher Flüssigkeit durch die Gefässe derselben. Russkj Wratsch. 1904. JV° 21.
Iwanoff leitete durch die Gefässe einer ausgeschnittenen Kaninchenleber Ringer-Locke’sche Flüssigkeit (mit 0,09% Glukosegehalt) hindurch und fand,