﻿BIBLIOGRAPHIE.
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dass nach 1 Stunde in der Flüssigkeit eine bedeutende Zunahme der Zuckermenge stattfindet, bis 0,17—0,19%- Eine derartige Zunahme wird aber bloss an glykogenreichen Lehern beobachtet. Chloroform bleibt ohne Einfluss auf die Zuckerbildung, Chinin hemmt und Strychnin beschleunigt dieselbe.
Buchstab, I. Die Arbeit der Bauchspeicheldrüse nach der Durchschneidung der Vagi und der Eingeweidenerven. Pawlow’s Laboratorium. Dissert. S.-Petersburg. 1904.
Buchstab experimentierte an einem Hunde, an dem zu verschiedenen Zeiten folgende Operationen ausgeführt worden waren: 1) chronische Pankreasfistel nach Pawlow; 2) vollständige Trennung des Magens vom Duodenum, mit einer nachträglichen Gastroenterostomose zwischen Magen und Duodenum; die Trennung wurde vorgenommen, um die Vagusfasern, die auf dem Wege des Pylorus zum Pankreas ziehen, zu durchschneiden; 3) Durchschneidung der Nn. splanchnici majores; 4) Durchschneidung der Vagi unterhalb des Diaphragma. Vor der ersten Operation und zwischen den Operationen wurde der Pankreassaft unter verschiedenen Bedingungen gesammelt und untersucht; die Änderungen der Saftproduktion nach den erwähnten Operationen und Nerven-durchschneidungen konnten dann für die Lehre von der Pankreasinnervation verwertet werden. Verf. stellte fest, dass die Pankreasfunktion vom zentralen Nervensystem in hohem Grade unabhängig ist; die Fähigkeit der Fermentbildung gellt beim Pankreas nach der Vagus- und Splanchnicusdurchschneidung nicht verloren. Die Vagi und Splanchnici üben einen hemmenden Einfluss auf die Pankreassekretion aus, der im normalen Absonderungsprozess eine Rolle spielt, jedoch nur bei Einwirkung einiger Sekretionserreger, z. B. der Seifen. Deshalb erfolgt nach Durchschneidung der genannten Nerven bei Einwirkung einiger Agenzien eine Steigerung, bei Einwirkung anderer dagegen ein Sinken der Saftproduktion. Der Gehalt an Fermenten im Pankreassafte wird im allgemeinen durch die Eigenschaften der reizenden Agenzieu bestimmt; ein Ner-veneinfluss ist jedoch nicht zu verkennen: die Nerven regulieren das Verhältnis zwischen der Schnelligkeit der Absonderung und der Fermentmenge. Jedenfalls spielen im normalen Prozesse die Nerven die Rolle eines Mechanismus, der mehr für feinere Aufgaben seitens der Drüsentätigkeit bestimmt ist. Tschaaowetz. Darstellung der elektrischen Erscheinungen der lebenden Gewebe vom Standpunkte der neuesten physiko-chemischen Theorien. S.-Petersburg. 1903.
Tschagowetz der bereits 1896 zuerst auf die Möglichkeit einer Erklärung der elektromotorischen Erscheinungen des lebenden Gewebes vom Standpunkte der Ionentheorie hinwies, giebt jetzt in einem ansehnlichen Werk eine zusammenfassende Darstellung des betreffenden Gegenstandes. Das Buch ist dem Anschein nach nicht bloss für Fachmänner geschrieben, weil es unter anderem auch Auseinandersetzungen über Anfangsgründe der physikalischen Chemie, wie z. B. die Analogie zwischen dem osmotischen Druck der Lösungen und dem Druck der Gase, die elekrolytische Dissoziation u. a. m. enthält. Die Literatur des behandelten Gegenstandes ist überall ausführlich angeführt und und kritisch beleuchtet. Das Buch enthält viel Sinnreiches und ist sehr lesenswert; leider eignet es sich sehr wenig zur Darstellung in Form eines kurzen Referates.