﻿BIBLIOGRAPHIE
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longata 2—3 mm oberhalt) der Alae cinereae durchschnitten, die Vagi vermittels der adäquaten Reizung durch Lnngendelmung erregt, und die Kontraktionen des Zwerchfelles registriert. Verf. stellte auf diese Weise gewisser-massen einen reflektorischen Bogen her, der aus Vagus, Zentrum, Phrenicus und Diaphragma bestand; die Trennung des verlängerten Markes vom Rückenmark wurde auf Grund von Marckwald’s, vom Verf. bestätigten, Versuchen unterlassen. Als Hauptergebnis wild erstens hervorgehoben, dass die Lungendehnung bei intakten Vagis immer eine Hemmung der Diaphragmakontraktion bewirkt; nach der primären Hemmung folgt dann eine Reihe verlangsamter und starker Kontraktionen. Was zweitens den Effekt des Zusammenfallens der Lunge anbetrifft, so hängt derselbe von den vorangehenden, sich wiederholenden. durch die künstliche Respiration bewirkten Lungendehnungen ab: waren dieselben nur schwach und kurzdauernd, so bewirkt das Aufhören der künstlichen Respiration, also das Zusammenfallen der Lunge, eine Reihe kurzer tetanischer, arhythmischer Kontraktionen des Zwerchfelles; war dagegen die künstliche Ventilation stark und andauernd, so folgt beim Einstellen derselben ein langdauernder Tetanus nach. Der Effekt des Zusammenfallens der Lunge wird gedeutet als ein Wegfall der durch vorherige Dehnungen hervorgerufenen Hemmung des Respirationszentrums vermittels der Vagi. Auf Grund seiner Versuche entwickelt Verf. folgende Vorstellung von der Innervation der Atmung bei einem in geschilderter Weise operierten Kaninchen. Durch die beständige autoehthone Tätigkeit des Atemzentrums entstehen tetanische Kontraktionen der Respirationsmuskeln. Sowie aber die Muskeln in Tätigkeit geraten, wird die Lunge gedehnt, wodurch auf dem Wege der Vagusreizung hemmende Einflüsse auf das Zentrum ausgeübt werden. Wird bei der immer zunehmenden Lungendehnung der Zentrumreiz durch Hemmung bewältigt und das Zentrum ausser Tätigkeit gesetzt, so erfolgt eine passive Respiration, die Hemmung fällt fort und das entlastete Zentrum ist jetzt imstande eine neue Inspiration zu bewirken. Diese Vorstellung wird bekräftigt durch Versuche, in welchen der Tetanus des Diaphragma durch künstliche Lungendehnung in eine normale Rhythmik übergeführt wurde.
Wischnewskij, A. Zur Frage über die periphere innervation des Rectums. Physiol. Laboratorium. Kasan. 1903. Russisch. Dissertation.
Durch zahlreiche Versuche an Hunden mit sorgfältigster Registration der Lumenänderungen und Wandspannungen des Darmes suchte Wischnewskij die Folgen der Reizung der Nerven Hypogastricus und Erigens auf die Bewegungen des Dickdarmes und des Rektums aufzuklären. Im Gegensatz zu den Angaben Fellner’'1 beweist Verf. vor allem, dass der N. erigens motorische Fasern sowohl für die Längs- als für die Ringmuskulatur des Darmes oberhalb des inneren Sphinkters enthält. In allen Fällen, bei positivem wie auch bei negativem Druck im Darme, bewirkt Reizung des N. erigens eine Kontraktion beider Muskelschichten und folglich Steigerung des inneren Druckes. Dieser Kontraktion geht zuweilen voran, zuweilen folgt ihr, eine Depression beider Muskelschichten. Untersucht man bloss die Region des inneren Sphinkters, so konstatiert man bei Reizung des N. erigens ausnahmslos Depression. Was
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