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BIBLIOGRAPHIE.
system aufzuhellen. Die Resultate seiner Versuche an Fröschen, Kaninchen, Katzen und Hunden leiten den Verfasser zu folgenden Schlüssen. Aut Frösche wirkt Kodein in kleineren Dosen als Heroin. Auf AVarmblütler dagegen wirkt Heroin in viel kleineren Dosen als Kodein. Die schlaferregende Wirkung minimaler Dosen von Heroin auf Tiere ist stärker, als solche von Kodein. In dieser Beziehung stellt das Heroin dem Stammvater—dem Morphin—näher, als das Kodein. Die Letaldose des Heroins ist für die Frösche und Kaninchen höher, als diejenige des Kodeins. Die Wirkung des Heroins auf Kaninchen ist ebenso stark bei der subkutanen Anwendung als beim innerlichen Gebrauche. Kodein aber wirkt bei subkutanen Injektionen auf Kaninchen viel starker als bei innerlicher Darreichung. Die katalepsie- und krampferregende Wirkung des Heroins ist stärker als die des Kodeins. Heroin vergrössert die reflektorische Erregbarkeit des Rückenmarks und setzt die Zahl und die Excursionen der Atembewegungen mehr als Kodein herab. Heroin wirkt auf das Centrum der Atmung mehr depressorisch als Kodein. Die Temperatur fällt (bei Kaninchen) nach dem Gebrauche von Heroin; nach dem Gebrauche von Kodein in denselben Dosen bleibt sie unverändert. Die Acetyl- und Methylderivate des Morphins wirken überhaupt auf das vasomotorische Centrum (A asokonstriktoren) abschwächend und geben dadurch das Uebergewicht ihren Antagonisten (A a-sodilatatoren). Beim Heroingebrauche ist auf die individuelle Idiosynkrasie mancher Pazienten sowie auf die Gewöhnung an dieses Mittel Acht zu geben.
Dworetzky. Weitere Beobachtungen über die Wirkung des löslichen Silbers. Russk. AA ratsch. 1903 W 4 u. 7.
Nachdem der A'erfass er die Literatur der Frage angeführt hat, beschreibt er mehrere eigene Beobachtungen über die gute AAirkung des löslichen Silbers in verschiedenen chirurgischen Krankheiten; zum Beispiel in drei Fällen von akuter Phlegmone, in einem Falle von akuter Mastitis, in mehreren Fällen von Rotlauf führte Einreiben der Salbe Crédé die Heilung der Krankheit ohne chirurgische Hilfe herbei und verkürzte die Krankheit wesentlich. Eine günstige AATrkung des Mittels wurde auch bei Furunculositas beobachtet.
Rubzoff. Ueber die auflösenden Eigenschaften der Alkalien und anderer Mittel auf die Harnstoffsäure. Inaug.-Diss. S.-Petersburg. 1901.
Verfasser studierte die AVirkung der untengenannten Mittel in dem pharmakologischen Laboratorium von Prof. Krawkoff an Tauben, welche er mit chromsaurem Kalium vergiftete, und gelangte zu folgenden Schlüssen. 1) Ganz indifferent zeigten sich in gewissen Dosen: Urotropin, Uricidin, Acidum chi-nicum, nicht indifferent—Piperazin und Lysidin, unbedingt giftig—Lithium. 2) Die subkutane Injection aller dieser Mittel ruft eine sehr starke lokale Reaktion hervor. 3) Natrium und Lithium carbonicum und Urotropin sind unbedingt nicht imstande, unter dem Einfluss der Vergiftung mit chromsaurnn Kali die Aufspeicherung von Harnsäure in den Geweben zu verhindern. 4) Ure-cidin und Acid, chinicum haben dieselbe AATrkung. Da sie aber die Harnsäure ausser dem Organismus nicht aufzulösen vermögen, so besteht ihre Wirkung hauptsächlich in der Herabsetzung der Harnsäurebildung, und kann der Schluss über ihre AATrkung kein unbedingter sein. Es ist möglich, dass sie unter anderen