﻿LE
RÉDIGÉ PAR
M. Léon Morokhowetz,
Professeur de physiologie à l’Université Impériale.
MOSCOU.
Vol. V.
20 DECEMBRE 1907.	Ns Ns 86—92.
Einige elektropliysiologische Versuche!).
Von Prof. A. Samojloff.
Das Kapillarelektrometer ermöglicht Dank seiner Empfindlichkeit und der raschen Einstellungsfähigkeit auf ein bestimmtes Potential auf dem kürzesten Wege viele elektrophysiologische Fragen zu untersuchen. Die Arbeiten von Bourdon-Sanderson, Burch, Gotcli, Einthoven, Kries, Garten und Boruttau, die die Bewegungen des Hg-Meniskus des Kapillarelektrometrs bei ihren elektro-physiologischen Versuchen photographisch in Kurvenform aufzeichneten, lieferten sehr wichtige Ergebnisse. Ich selbst habe im Laufe einer langen Zeit vielfach das Kapillarelektrometer in Fällen benutzt, wo ich mich selbständig über manche wenig aufgeklärte Fragen der Elektrophysiologie orientiren wollte. Auf diese Weise habe ich einiges [Material gesammelt, dessen Besprechung der Gegenstand vorliegender Mittheilung sein wird.
Die Construction des Kapillarelektrometers war ungemein einfach. In einer gewöhnlichen Reagenzröhre war eine Glasröhre mit ausgezogener Kapillare vermittelst Kork eingesetzt; die Kapillare selbst war an einer Stelle an die Glaswand der Reagenzröhre angestemmt. Zu Versuchen wurden nur solche Kapillaren verwendet, die den Potentialgrössen proportionale Ausschläge gaben, die empfindlich genug waren, d. h. ein Millivolt mit einem deutlichen Auschlag beantworteten, und rasche Einstellung zeigten. Das Reagenzrohr mit der Kapillare war vermittelst eines besonders dazu construirten Tischchens an das
') Teilweise gekürzte Uebersetzung einer Arbeit, die in russischer Sprache ira Arch, des sciences biologiques, St.-Petersbourg, T. XI (Supplement), 1904, abgedruckt war. (Iubelband für Prof. I. Pawlow).
10