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EINIGE ELEKTROPHYSIOLOGISCHE VERSUCHE.
Der Tetanus eines Muskels, dessen Nerv durch concentrirte Kochsalzlösung gereizt ist, ist in Fig. 26 dargestellt. Hier sehen wir zur Zeit, wo der Muskel eine ganz glatte tetanische Kurve schreibt, dass der Hg-Meniscus Os-cillationen aufweist, die aber keine Regelmässigkeit erkennen lassen.
Elektrische Erscheinungen im Muskel bei natürlicher Reizung aus dem Centralnervensystem aus beobachtete ich au den reflektorisch sich contrahiren-den Muskeln bei Strychnintetanus. Beim immobilisirten Frosch wurde der Gastrocnemius abpräparirt. die Sehne desselben mit dem Myographion verbunden und der Muskel mit den Fadenelektroden versehen. Nach der Strychninvergiftung wurde im geeigneten Zeitpunkt die Platte mit der Hand in Bewegung gesetzt und gleichzeitig die Haut des Frosches leicht gereizt, wodurch starke Contractionen resultirten. Auf diese Weise wurde das Photogramm 27 erhalten. Im Einklang mit den Untersuchungen von Garten und Buchanan sehen wir. dass der elektrische Effect durch grosse Wellen, deren Dauer etwa 0.12 Sec. gleicht, sich äussert (Stimmgabel in Fig. 27 von 50 Schwingungen in 1 Sec.); diese grossen Wellen sind aus kleineren zusammengesetzt, deren Periode ungefähr gleich derjenigen ist, die wir früher im Falle der Offuungs-zuckung sahen, d. h. etwa 0,007 Sec. Wie man sieht, entsprechen weder die grossen, noch die kleinen Wellen der Frequenz nach derjenigen Zahl der Impulse in 1 Sec., die man bis vor kurzem gewöhnlich, als vom Centralnervensystem ausgehend (19,5), annahm.
Alle Versuche, die elektrometrisclie Kurven von reflektorisch sich contra-hirenden Muskeln eines Frosches, der nicht mit Strychnin vergiftet war. auf-zuschreiben. waren erfolglos.