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EINIGE ELEKTROPHYSIOLOGISCEE VERSUCHE.
horizontal aufgeklappte und auf einem Kronstein aufgestellte Mikroskop von Zeiss befestigt. Das Laboratorium, in welchem die zu beschreibenden Versuche ausgeführt wurden, befand sich in der Mitte eines grossen Hofes, in welchem gar nicht gefahren wurde, so dass ich von den Zitterbewegungen der Hg-Me-niskus fast gar nicht zu leiden iiatte und keine besonderen Maassregeln zu treffen brauchte. Als Lichtquelle diente Bogenlicht bei etwa 15 Amp. Stromstärke. Die Beleuchtung und Projection der Kapillare waren in gewöhnlicher Weise ausgeführt. Das Mikroskop war mit Projectionsocular Zeiss 2 und Ob-jectiv Zeiss D armirt. Die lichtempfindliche Platte hatte 50 cm Abstand vom Mikroskop. Die Platte wurde durch fallendes Gewicht in Bewegung gesetzt; zu diesem Zwecke wurde in einem gewöhnlichem Federmyographion von du Bois-Reymond die Feder durch ein Gewicht ersetzt, welches vermittelst einer durch eine Rolle laufende Schnur mit dem Rahmen für die photographische Platte verbunden war. In einigen Fällen wurde die Platte einfach mit der Hand bewegt; auf diese Fälle wird später besonders hingewiesen werden. Vor dem engen Spalt des Kastens, in welchem die Platte sich bewegte, waren die Hebel des Myographions und des Chronographen aufgestellt. Zuweilen wurde auch das Garten’sche Rad und ein Glasstab mit horizontalen Linien in 1 mm. Abstand vor den Spalt gesetzt, um das Garten’sche Netz zu erhalten.
In den Fällen, wo es mir darauf ankam eine Reihe elektrometrischer Kurven mit einander zu vergleichen, benutzte ich ein Verfahren, welches man, als eine Methode mehrfacher Photographie bezeichnen könnte. Ich liess die Platte vor dem Spalt nicht ein Mal, sondern mehrere Mal hintereinander vorbeilaufen, wobei jedes Mal auf der Platte eine Kurve, den geänderten Versuchsbedingungen entsprechend,, resultirte. Zuweilen photographiée ich in dieser Weise 6 Mal hintereinander und bekam 6 sehr bequem miteinander zu vergleichende Kurven (s. Fig. 3). In den Fällen, wo ich bei mehrfacher Photographie auf der Platte auch das Garten'sche Netz aufgezeichnet haben wollte, nahm ich zuerst die Kurven ohne Intermittenz des Lichtes auf, und später liess ich die Platte noch ein Mal extra zur Aufnahme des Netzes vor dem Spalt vorbeilaufen. Während der Aufnahme des Netzes wurden die Hebel des Myographions u. s. w., sowie das Bild das Meniskus zur Seite geschoben.
Zur Aichung des Kapillarelektrometers wurde letzteres mit dem Reochord verbunden; das Reochord befand sich in einem Kreis mit einem Akkumulator und einem Widerstand, der so abgemessen war, das 1 cm. Reochorddraht 1 Millivolt entsprach. Die Oeffnung des Stromes im Hauptkreis wurde von der Platte selbst, die bei ihrer Bewegung den Kontakt löste, bewirkt; der Kreis, in welchem das Kapillarelektrometer sich befand, blieb immer geschlossen. Da die Platte den Kontakt immer auf einer und derselben Stelle ihrer Bahn öffnete, so war dadurch die Vergleichung der Kurven sehr erleichtert. Auf Fig. 1 sehen wir drei Kurven, die auf einander zu liegen kommen; ausserdem ist hier noch das Garten’sche Netz und der Schatten vom Chronographen aufgetragen. der mit der elektromagnetisch getriebenen Stimmgabel von 100 Schwingungen sich in einem Kreise befand. Die Platte lief an dem Spalt vier Mal vorbei; drei Mal unterbrach sie den Strom des Hauptkreises, wobei das Potential jedesmal von der Höhe 5, 10 und 15 Millivolt bis auf Null fiel, während der