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EINIG]', ELEKTROPIIY SI ('LOGISCHE VERSUCHE
der Kurve ist ausgesprochen diphasisch; der dipliasiche Verlauf würde noch deutlicher hervortreten, wenn wir auf Grund der Aichungskurven die Korrektur nach Burch oder Einthoven vornehmen würden.
Wir wollen nun den Einfluss der Spannung resp. Belastung des Muskels auf den Actionsstrom besprechen. Die Frage nach der Grösse der negativen Schwankung bei isotonischer Zuckung des belasteten und unbelasteten Muskels wurde bereits mehrfach berührt. Lamansky *), der zuerst diesbezügliche Versuche vermittelst des differentiellen Rheotoms anstellte, konstatirte eine Zunahme der Ablenkung des Galvanometers mit der Zunahme des Gewichts. Ein solches Resultat befindet sich in Uehereinstimmung mit den Angaben der Autoren, die bei stärkerer Spannung des Muskels leichter die secundäre Zuckung hervorrufen konnten, als bei einer schwächeren Spannung. Dasselbe Resultat wie Lamansky bekam später auch Bernstein * 2). Anders lauten die Resultate von Bourdon-Sanderson 3): am curaresirten Froschsartorius konnte er vermittelst des Kapillarelektrometers keine Beziehung zwischen der Grösse des Ausschlages und der Spannung des Muskels aufstellen. Dieselbe Beobachtung machte auch Buchanan4), ln der letzten Zeit haben Bernstein und Tschermak in einer gemeinsamem Arbeit diese Frage in Angriff genommen. Diese Autoren überzeugten sich auf Grund der Photogramme des Kapillarelektrometers, dass die Grösse der Ablenkung mit Zunahme der Muskelspannung anfangs in demselben Sinne sich verändert, d. h. zunimmt, später dagegen, wenn die Belastung sehr gross wird, wiederum abnimmt.
Meine Versuche führten zum Resultat, dass bei der isotonischen Zuckung mit der Zunahme der Belastung auch der elektrische Effect zunimmt, d. h. die maximale Ordinate der elektrometrischen Kurve höher wird. Das zweit»' Stadium von Bernstein und Tschermak bekam ich nicht vu sehen; vermutlich hätte ich dazu noch grössere Gewichte nehmen müssen. In Fig. (1 sehen wir ersten drei aufeinanderfolgende myographische Kurven, wobei a die Kurve der isotonischen Zuckung hei Belastung mit 10 g, b—bei 100 g, c—bei 200 g darstellt. Die gegenseitigen Abstände der Kurven sind zufällig; nach Anlegung eines neuen Gewichts senkte sich der Myographionhebel sehr stark und ver-liess den Spalt; um denselben auf die nötige Höhe zu bringen, wurde das ganze Myographien gehoben. In d. Fig. 7 sehen wir das Resultat eines ähnlichen Versuches mit einem anderen Muskel; a, b, c sind Muskelkurven bei der Belastung von 10, 100 und 200 g. In diesem Falle wurde auch vor jeder Zuckung das Myographien gehoben, ausserdem aber noch der Meniskus des Elektrometers jedesmal nach oben verschoben. Aus diesem Photogramm ist zu ersehen, dass beim Uebergang von 10 g. (a, I) zu 100 g. (b, II) der Ausschlag bedeutend stärker wird, dass dagegen beim Febergang von 100 g. zu 200 g. (c, III) keine merkliche Verstärkung des elektrischen Effectes zu Stande
*) Lamansky. Die negative Schwankung des arbeitenden Muskels. Pflüg. Arch. Bd. 3, p. 193, 1870.
-) Bernstein. Pflüg. Arch. Bd. 67, p. 359,
3) Bourdon-Sanderson. Journ. of Physiolog. Vol. 23, p. 325.
‘) Buchanan. Journ. of Physiology. Vol. 28, p. 134, 1901.