﻿Vcrlialteu dos Globulius zu dcu Säuren.
Säureglobulin oder Acidoglobin oder.................. saures
Globulin.
Synonyme: Säureverbindungen des Albumins, 2. B. salpetersaures, schicefelsaures u s. ic. Albume(i)n—Berzelius, Hünefeld, Gibourt u. a., essigsaures Albuminat—Nasse, A/buminose uud Epidermose — Bouchardat, Acidalbumin — Panum, Krystallacid— Lehmann, Oxoluin und Anoxoluin—Leconte iÿ Goumoëns, Albuminat—Hoppe-Seyler, Syntonin—Kühne v. a., Acetalbumin. Protein—Soyka, Myosmnid—Damleu'ski, A/bu-minid und Globulinid—Rollet,... saures Albuminium—-Bugarski cV Liebermann, Acid-Globulin—Hardy, Säureglobulin, Acidoglobin oder. saures Globulin—Morochotcetz.
Von Prof. L. Morochowetz.
Erste historische Tatsachen. — Das Wesentlichste, was wir gegenwärtig über den Einfluss der Säuren auf die sowohl im festen als im gelösten Zustande befindlichen Proteinsubstanzen wissen, war schon den ältesten Autoren bekannt, wobei der Vorrang sowohl chronologisch als auch seiner ausgebreiteten Kenntnisse halber Thouvenel (1777. 144 p. 25) gebührt. Dieser Forscher wandte seine Aufmerksamkeit den vegetabilischen Säuren zu. da seiner Ansicht nach die Mineral-Säuren die Proteinsubstanz zerstören. Unter den vegetabilischen Säuren war es hauptsächlich die Essigsäure, die er zu seinen Versuchen benutzte, weil die übrigen von ihm erprobten vegetabilischen Säuren sich ebenso wie die Essigsäure verhielten *). Von der fällenden Wirkung der Essigsäure auf die proteinhaltigen Flüssigkeiten an bis zu der Eigenschaft, letztere in einen gallertartigen Zustand zu versetzen, war Thouvenel alles bekannt. So bemerkte er, während er proteinhaltige Flüssigkeiten mit Säuren neutralisirte, dass die dabei sich ausscheidenden Niederschläge, je nach der Concentration der Säure, entweder in Gestalt von geronnenem Protein erschienen oder den Charakter eines solchen garnicht mehr darboten, da sie in Säuren sich lösten und Pieaktionen gaben, welche denen einer Lösung frischer Proteinsubstanzen entsprachen (144 p. 31). Sowohl die frischen proteinhaltigen Flüssigkeiten als auch die festen Substanzen erfahren. ThouveneFs Beobachtungen nach, beim Übergang in einen geléeartigen Zustand unter dem Einfluss derselben Säuren eine wesentliche Veränderung.
Indem Thouvenel Eiweiss der Einwirkung von Essigsäure aussetzte, dann mit Wasser verdünnte und das erhaltene Gemenge abdampfte, bemerkte er, dass die Flüssigkeit sich in eine geleeartige Masse verwandelte, die in kochendem Wasser sich auflöste und nach der Entfernung des überschüssigen V assers und Abkühlung aufs neue in eine geleeartige Masse überging2). Zur Darstellung dieser Gallerte
') „Cela m’a aussi conduit à faire les mêmes épreuves, dont j'ai obtenu les mêmes résultats, avec d'autres acides végétaux & animaux, que je regarde comme une seule & même substance“ (144 p. 25).
-) „J’ai commencé par soumettre à la réaction de cet acide la matière albumineuse ou concres-cible des blancs d’oeufs,............; j’ai ensuite
étendu ce mélange avec de l'eau, & l'ayant fait évaporer à une douce chaleur, j'ai obtenu une masse gélatineuse bien transparente, parfaitement soluble dans l’eau bouillante, et susceptible de se remettre en gelée par la dissipation de l'eau surabondante & par le refroidissement“ (144 p. 25-6).