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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SÄUREN.
Weiter treffen wir bei Panum zuerst auf Angaben über die Beziehungen zwischen der Gerinnungstemperatur und der Salzmenge. Gleich andern Beobachtern findet auch Panum, dass eine säurehaltige Proteïnlôsung durch Kochen nicht gefällt wird. Indem er säurehaltige Lösungen durch Auflösen von Neutralisationsniederschlägen, die aus alkalihaltigen Lösungen in der Wärme geronnenen Proteins aus Serum erhalten worden waren, in einem Essigsäure- oder Phosphorsäureüberschuss bereitete, fand er, dass bei der Vermischung mit dem gleichen Volum gesättigter Magnesiumsulfatlösung bei 13° (gewöhnliche Zimmertemperatur) keine Fällung erfolgte, während bei 19° sich starke Trübung zeigte (109 p. 441—2). Im Wasserbade erwärmt, schied dieselbe Lösung dicke Flocken aus. Darauf bestimmte Panum die Fällungstemperatur säurehaltiger Lösungen von Neutralisationsniederschlägen aus der Lösung einer Alkaliverbindung des Proteins, in Abhängigkeit von der Menge eines Neutralsalzes, indem er zu einer säurehaltigen Lösung verschiedene Volummengen gesättigter Lösungen von Neutralsalzen zusetzte. Nach Panum, giebt ein Gemisch aus 100 Vol. einer Lösung des genannten Niederschlags in Essigsäure
mit
n
7
7
7
7
7
7
mit
7
7
7
7
7
100
16
100
20
100
1
6
8
10
100
1
2
4
8
16
100
cc. Magnesiumsulfat Trübung bei 19°, einen Niederschlag bei 32"
7	7	Q9° 7	7	7	7	7	55"
7	Natriumacetat	19° 7	7	' y 7 55	r>	^ i 55	7	7	—
7	7		7	7	55°
7	einer Lösung	desselben Niederschlags in	Phosphorsäure g	eben
7	Chlornatrium	keinen Niederschlag beim	Erwärmen	
	7	Trübung bei 50°		
7	7	27° 55	55	- ‘		
7	7	19° 55	v		
7	Seroglobinlösung in Phosphorsäure geben			
7	Chlornatrium	keinen Niederschlag beim	Erwärmen	
7	7	einen	Niederschlag bei	80°
7	7	Trübung bei 40°,	„	7	7	7 5
7	7	80° 55	55	v ’	55	7	7	66"
7	7	17° 55	55	J- 1	•	„	**	7	60"
7	7	80° 55	55	5	55		72°
Im allgemeinen fällt die Gerinnungstemperatur mit dem Steigen der Salzmenge, und ist die Fällung um so vollständiger, je mehr Salz eingetragen wurde (109 p. 441-3). Zugleich beobachtete Panum, dass bei gewöhnlicher Temperatur durch Einwirkung gesättigter Kochsalzlösung auf eine Seroglobinlösung in Phosphorsäure erhaltene Niederschläge sich in Wasser lösten. So geschah es „einmal“ dass nach einem Zusatz von 20 Teilen gesättigter Kochsalzlösung zu 100 T. einer Seroglobinlösung in Phosphorsäure der erhaltene Niederschlag sich wieder in Wasser auflöste, während 5 und sogar 2 T. derselben Kochsalzlösung einen Niederschlag erzeugten, der nicht verschwand; der in einem Salzüberschuss aufgelöste Niederschlag erschien aber wieder, wenn die Lösung erwärmt wurde (ib. p. 443). Ähnliche an dem Neutralisationsniederschlage aus einer alkalihaltigen Fibrinlösung in Essigsäure angestellte Beobachtungen zeigten, dass durch Chlorammonium, Chlornatrium und Chlorcalcium, essigsaures, phosphorsaures und schwefelsaures Natron bewirkte Niederschläge beim Erwärmen klar wurden, beim Erkalten sich wieder trübten *). Mit ähnlichen Lö-
*) „Ganz übereinstimmend zeigten die durch hitzen mehr oder weniger vollständig aufklärten, alle diese Salze hervorgebrachten Trübungen das beim Erkalten aber wieder so trübe wurden wie merkwürdige Verhalten, dass sie sich durch Er- vor dem Erwärmen“ (ib. p. 444).