﻿VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SAUREN.
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Pliosphorsäure 0,3844 auf 100 Cc. Metaphosphorsäure 0,4	„	„
Citronensäure	—	—
Weinsäure
Essigsäure
Oxalsäure
—	8,500 „
—	4,370 „
—	6,540 „
—	15.630 „
—	5,450 „
—	5,320 „
In den 3 ersten Fällen entstanden die geléeartigen Massen spontan, in den übrigen erst beim Erwärmen. Johnson findet ausserdem, es erfolge keine Gallertbildung, wenn eine gewisse Säuremenge, die im Dialysor den geléeartigen Zustand hervorruft, zu derselben Prote'mmenge unmittelbar zugesetzt wird. Infolgedessen nimmt Yerf. an, dass der Process der Gallertbildung—gelatinization—zugleich ein Gerinnungs- und Hydrationsprocess sei *). Dabei findet er, dass die Gelée in der Wärme sogar von Salpetersäure aufgelöst wird und beim Erkalten wieder erstarrt (71 p. 735).'
Heynsius (54 p. 548) giebt eine unbegrenzte Zahl von , Acidalbuminen“ zu, die sich durch die „Concentration der Säure“, welche zur Darstellung der Verbindungen gedient hat, unterscheiden. Man bereitete diese, indem man entweder dialysirtes Hülmereiweiss oder Serum mit Säuren verschiedener Concentration vermischte, oder den durch Dialyse des Serums oder Eiweisses erhaltenen Niederschlag auflöste. Diese Lösungen und Gemenge, die Heynsius Aeidalbumine nannte und in den einzelnen Fällen mit dem Namen der Säure verband (54 p. 551), verdünnte er mit Kochsalzlösung und bestimmte die Fällungstemperatur dieser Gemenge. Die Bestimmungen dieses Autors zeigen, dass die Temperatur der Fällung mit dem Steigen sowohl der Säure- als auch der Salzmenge fällt, oder dass die Lösung durch eine um so geringere Menge Salz gefällt wird, je mehr Säure sie enthält und je höher die Temperatur ist2). Die in den erwähnten Fällen erhaltenen Niederschläge, die bei 35° erhaltenen ausgenommen, büssen ihre Löslichkeit ein: wohingegen die bei gewöhnlicher Temperatur durch Kochsalz ausgeschiedenen Niederschläge ihre Yvasserlüslichkeit behalten. Mit der Zeit aber gehen auch diese Präparate, gleich den Alkalialbuminaten, in den unlöslichen Zustand über. Den Grund dieser Umwandlung kann Heynsius ebenso wenig wie in dem Falle mit dem Alkalialbuminat erklären s). Um vollständige Fällung proteinhaltiger Flüssigkeiten zu erhalten, empfahl er (55 p. 239) in der Folge diese bei Gegenwart von Essigsäure und Kochsalz zu kochen (AW 48—GO p. 162). Wir finden jedoch auch bei Heynsius einen Hinweis darauf, dass das Globulin unter der Einwirkung von schwachen Säuren und sogar von Wasser ebenfalls in den unlöslichen Zustand übergeht (54 p. 515). Wir wollen hier unter anderem die einander widersprechenden Beobachtungen von Heynsius anführen, nach welchen das Seroglobin aus einer alkalihaltigen Lösung durch Kohlensäure zuerst ausgefällt werden, dann, bei fernerem Einleiten des Stromes, das Glo-
') „Gelatinization is apparently coagulation + piydration“ (71 p. 746).
■) „Es giebt also eine Anzahl Acetalbumine, die aus ihren Lösungen durch CIXa - Lösungen von desto geringerer Concentration gefällt werden, je grösser die Säuremenge oder je höher die Temperatur ist, bei der dieselbe Säuremenge zur Wirkung kam* (54 p. 551).
3) „Allmälig wird auch bei gewöhnlicher Temperatur das Eiweiss weniger löslich, und zum Schluss geht es in die ganz unlösliche Form über,
wie wir das für Alkalialbuminat gesehen haben. Was der Grund ist, weshalb auch Säuren das Eiweiss allmählich unlöslich machen, weiss ich ebensowenig wie für die Alkalien anzugeben. Dass beide Agentien dem ursprünglichen, löslichen Albumin aus Hülmereiweiss und aus Blutserum etwas entziehen, kann man wohl kaum bezweifeln. Auch hier gilt die Frage, die ich am Ende des vorigen Capitels über die Alkalialbu-minate that“ (54 p. 551),