﻿230
VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SÄUREN.
albuminatpräparat“ in einen Körper zu verwandeln, der beim Auflösen in Alkalien eine nur alkalisch reagirende Lösung gab; sogar nach dem Kochen desselben in 0,1%-iger Salzsaure gelang ihm dies nicht. Ebenso wenig konnte er eine aus diesem Präparat und Alkalien entstehende sauer reagirende Flüssigkeit erhalten. Ausserdem erlangt auch der Xeutralisationsniedersclilag aus sauren Eiweisslösungen nach dem Erhitzen in einer Xatriumcarbonatlösung die Eigenschaft sich gleich seinem. Präparat in Xatriumphosphat. welches 0,05% HCl äquivalent ist. aufzulösen. Dieses A erhalten berechtigt Hörner zu der Behauptung, dass die Xeutralisationsniederschläge aus den Säureverbindungen unter dem Einflüsse von Alkalien den Charakter seines Präparats annehmen können 1). Sowohl Hörners Präparat als auch die Xeutralisationsniederschläge aus den sauren Prote'inlösun-gen sollen das Calciumcarbonat, obgleich nur unvollkommen, zersetzen, wobei es gleichgültig sei. ob sie aus säurehaltigen oder alkalihaltigen Lösungen ausgefällt werden; werden aber die Xiederschläge untersucht, nachdem sie in Wasser erwärmt worden waren, oder auch bei Zimmertemperatur, so gehe die Zersetzung des Calciumcarbonats zwar langsam—schneller beim Erwärmen mit einem Ätzalkali — doch ebenso gut wie mit Hörners Präparat von statten: es gelinge dagegen nicht, das neuentstandene Präparat durch Einwirkung von Säuren wieder in das Präparat umzuwandeln, welches mit den Eigenschaften der Xeutralisationsniederschläge aus den Säureverbindungen ausgestattet ist (98 p. 4 78 — 9). Offenbar wurden hier mit seinem Präparat identische Produkte erhalten.
Danach studirt Hörner das A erhalten der Lösungen, die beim Erwärmen von Xeutralisationsniederschlägen aus den säurehaltigen Prote’inlösungen in einer schwachen Sodalösung entstehen. Die Lösung des Xeutralisationsniederschlags aus einer sauren Eiweisslösung in einer möglichst geringen Wassermenge gerann beim Kochen nicht. Dieses Präparat stellte Hörner übrigens aus einer sauren Eiweisslösung nach deren Xeutralisation mit Xatriumcarbonat dar, wobei der Xiederschlag sich in der Hutterlauge bei einem möglichst geringen Sodagehalt auflöste. Die Lösungen zeigten eine alkalische Reaction und gerannen in zugelöteten Rohren bei 1X5—175° nicht (ib. p. 482). Eine solche Lösung falle auf dem Dialysor ungewärmt schneller als in der AA ärme aus. Eine eben solche Lösung des Xeutralisationsniederschlags aus einer sauren Muskellösung zeige einen noch grösseren Unterschied, wenn sie erwärmt oder nicht erwärmt wurde. Die ungewärmte werde bei der Dialyse ungleich schneller gefällt als die gewärmte (98 p. 483—4). Eine Sodalösung desselben Präparats aus Eiweiss werde durch Kohlensäure sowie durch Xeutralsalze—Chlornatrium, Xatriumsulfat, Chlorammonium, Hagnesiumsulfat—wenn dieselben in den Lösungen dieses Präparat aufgelöst werden, gefällt (ib. p. 485). In Bezug auf das letztgenannte Salz sei es nicht gleichgültig, ob eine concentrirte oder verdünnte Lösung genommen wird (ib. p. 486). Eine Sodalösung desselben Präparats werde von geringen Quantitäten Chlorcalcium oder Chlorbaryum gefällt, wobei die Xiederschläge in einem Überschuss des Fällungsmittels sich auflösen sollen (ib. p. 489). Was die Löslichkeit in Säuren anbetrifft, so bestätigt Hörner in dieser Hinsicht die Anssagen anderer Autoren, nämlich dass eine Lösung in Salzsäure von einem Überschuss sowohl dieser als auch anderer Hlneralsäuren gefällt wird. Demnach würden diese säurehaltigen Lösungen in der Siedhitze nicht, bei der Dialyse aber sehr leicht gefällt (98 p. 536 — 7). Ebenso leicht sollen Salze einen Xiederschlag in denselben er-
’) „Durch dies zeigt es sich also, dass das umgekehrt dieses in jenes umgewandelt werden Syntonin zwar in Alkali album inat aber nicht kann“ (98 p. 477).