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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SAUREN.
stehe nach der Zersetzung dieser durch verdünnte Alkalien, in Wasser unlösliches Protein, welches Rollet „Acidalbumin“ oder „Syntonin“ nennt, wobei er aber bemerkt. dass diese Benennungen sowohl den Coagula selbst als auch den durch Einwirkung von Säuren auf Proteine von verschiedener Herkunft entstehenden Produkten beigelegt werden.
Im Hinblick darauf, dass es an mehr oder weniger bestimmten und beständigen Benennungen für obige Produkte fehlt, schlägt Rollett vor, das durch Säuren erzeugte Derivat des Serumeiweisses (?!) „Alb um in i d“ zu nennen, welches in Verbindung mit Säuren salzsaures, schwefelsaures, salpetersaures oder phosphorsaures Albuminid bildet, wobei diese Körper in der Wärme in geleeartige Verbindungen übergehen. Dieses „Albuminid“ sei mit denjenigen Körpern identisch, welche von einigen Autoren „Acidalbumin“ und „Syntonin“ benannt wurden und hauptsächlich die Neutralisationsnieder Schläge aus den säurehaltigen Pro • te'inlösungen bezeichneten. Das Stadium, welches dem durch den Namen „Albuminid“ bezeichneten Zustand vorangeht und in welchem das Protein die Fähigkeit behält nach der Neutralisation sich wenigstens noch in Salzen (s. oben d. Versuch) aufzulösen. nennt Rollett: salzsaures, schwefelsaures u. s. w. „Albumin“! Fur einen ähnlichen Zustand des Globulins schlägt Rollet für den Notfall, d. h. wenn sich in den Eigenschaften desselben ein Unterschied von dem „Albuminid“ erweisen sollte, den Namen „Globulinid“ und für die entsprechenden Säureverbindungen: salzsaures u. s. w. „Globulinid“ vor (ib.p. 373—4).
Um die Frage nach der Identität der Neutralisationsniederschläge aus den Alkali- oder den Säureverbindungen des Proteins oder Albuminids mit dem Albuminin [welche Rollett auch Lieberkühn’sches Eiweiss nennt (p. n. 513)] zu entscheiden, veranstaltete Rollett einige Versuche. Er erhielt Natron- oder Kalialbuminat in Gestalt geléeartiger Massen, indem er die prote'inhaltige Flüssigkeit in einem Dia-lysor auf eine Alkalilösung brachte. Nachdem die geléeartige Masse entstanden war, wurde der Dialysor behufs Entfernung des Alkaliüberschusses in destillirtes Wasser gebracht. Mit den geleeartigen Stücken stellte der Autor Proben in Reagenzgläschen mit verschiedenem Säuregehalt an. wobei er fand, dass es einer verhältnissmässig bedeutenden Menge Kohlen- oder Essigsäure bedürfe, damit die von Brücke erhaltenen und von ihm „Pseudofibrin“ genannten weissen undurchsichtigen Stücke entstehen können. Rollett fand, dass von l°/00 an bis zu concentrirten Lösungen der Säuren das Niederfallen und Klarwerden der Stücke um so eher eintrat, je höher der Concentrationsgrad war (ib. p. 3(38).
In der nächstfolgenden Reihe von Versuchen brachte Rollett die auf den Alkalilösungen erhaltenen gallertartigen Massen gleichfalls in Diaiysoren auf verdünnte Säuren—Schwefelsäure spec. Gew. 1.067, Salzsäure—1,0065, Salpetersäure— 1,0066 und Phosphorsäure—1,0103. Die gallertartigen Massen verloren dabei nach und nach	die alkalische Reaktion	und bekamen	eine saure; überdies	war	die
Grenze dieses Übergangs, die allmälig stieg, sichtbar. Um den Säureüberschuss zu entfernen, wurde auch hier die Masse im Dialysor auf destillirtes Wasser gebracht (123 p. 371). Die Stücke der gallertartigen Masse zerflossen in den Reagenzgläsern beim Erwärmen nicht (ib. p. 372). Auch die Neutralisationsniederschläge sowohl aus der Lösung von Lieberkühn’s Alkalialbuininat als aus derjenigen des durch Dialyse gewonnenen Präparats nahmen, auf dem Filter gesammelt und dann mit den obenerwähnten Säuren behandelt, ein durchscheinendes geleeartiges Aussehen an,	zerflossen aber in der	Wärme nicht	und verhielten sich	wie	die
durch Säuren im Dialysor erhaltene Gallerte. Dabei nahm der Neutralisationsniederschlag aus dem Lieberkühn sehen Alkalialbuininat bei der Einwirkung von