﻿VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SÄUREN.
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Alkaliverbindungen aufgestellten analoge schematische Formel mit denselben Bezeichnungen der Grössen (p. n. 645) ausdrücken lässt, nämlich:
Gb + Jc (> f.........+ 1)............ (12)
Alle diese Verbindungen, sowohl die auf obenbeschriebene Weise als auch die nach Methoden, die wir weiter unten ausführen, erhaltenen, sind in Wasser löslich. Die Wasserlöslichkeit ist eine wesentliche Eigenschaft der Acidoglobine, wobei eine tropfbar flüssige, klare, farblose Lösung entsteht. Der äussere Charakter dieser Verbindungen erinnert überhaupt sehr an denjenigen der Verbindungen des Globulins mit Alkalien und Erdalkalien und auch mit Salzen. Wie dort (p. n. 264 u. .VA 81 — 85 p. 109), so wächst auch hier die Menge des in Lösung übergehenden Globulins (Ob), mit dem Säuregehalt (c), aber nur bis zu einer gewissen Grenze, was sich im allgemeinen durch die Formel:
Ob = —................. (13)
ausdrücken lässt, wo a die Menge des Wassers bedeutet, welches, in genügender Menge vorhanden, der Lösung den tropfbar flüssigen Zustand verleiht.
Indem wir uns derselben Methoden bedient haben, mit deren Hilfe wir die auf das Verhalten der Salze und Basen zu dem Globulin bezüglichen Tatsachen festgestellt haben, dürfen wir wohl behaupten, dass mit dem Steigen des Säuregehalts die in Lösung übergehende Globulinmenge nur bis zu einer gewissen Grenze zunimmt, über welche hinaus mit jeder neuen Quantität Säure die Löslichkeit ab-nimmt. so dass die Formel im allgemeinen folgende Gestalt
Gb = —....................................... (14)
ca	v '
annimmt.
Folglich muss eine bei mehr oder weniger hohem Säuregehalt gesättigte Globulinlösung in einer schwächeren Lösung einen Niederschlag ausscheiden, sich setzen, oder, wie wir uns schon in einer allgemeineren Form ausgedrückt haben, festwer-den (p. n. VV 41—47 p. 59).
Ein jeder, der eine Reihe Beobachtungen über die Wirkung des Steigerung des Säuregehalts anstellt, gewahrt bei diesem Übergangsprozesse in den festen Zustand unvermeidlich zuerst die Verwandlung der Globulinlösung in eine durchsichtige, dicke, geleeartige Flüssigkeit, welche bei fernerer Steigerung der Säuremenge das Aussehen einer mehr oder weniger consisten Gallerte von glasartiger Durchsichtigkeit annimmt. Bei weiterem Säurezusatz trübt sich jedoch die Gallerte, setzt sich entweder in Gestalt eines einzigen Coagulums oder einzelner Flocken. Fäden u. dergl., besonders wenn das Gemenge umgeschüttelt wird. Freilich wird eine solche Erscheinung, d. h. Bildung einer Gallerte und deren Gerinnung nur bei einem mehr als 1% betragenden Globulingehalt in der Lösung erhalten; bei niedrigerem Gehalt gewahrt man entweder einzelne in der Lösung schwimmende Gallertstücke, die bei fernerem Säurezusatz in Niederschläge übergehen, oder es entstehen sogleich Niederschläge, oder aber die Flüssigkeit verändert ihr Aussehen nicht, wie das bei Milch- und Phosphorsäure der Fall ist, obgleich letztere starke lällung erzeugt, wenn dieselbe in Krystallen oder, noch besser, als Anhydrid eingetragen wird. Was die andern Fälle von Gallertbildung anbetrifft, so könnten wir alles das wiederholen, was wir bei derselben Veranlassung über die Gallertbildung