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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SÄUREN.
können! Vorläufig kann man nur solche basisch- saure Globulinverbindungen oder basisch- saure Globuline — Basacidglo-b i n e—mit Sicherheit annehmen, in welchen die Säure oder die Base in geringeren oder in annähernd solchen Mengen vertreten ist, welche, einzeln genommen, mit dem Globulin eine neutrale Verbindung bilden können uVA« 81—5 p. 107 u. AhV 86—92 p. 251), da es in Ermangelung eines Kriteriums schwer ist mit einem höheren Gehalt derselben zu experimentiren. Anders verhält sich die Sache mit dem erwähnten Säure- und Alkaligehalt. Nach vorsichtiger Neutralisation eines globulinsauren Alkali oder Erdalkali mit einer sehr verdünnten Säure bis zu deutlich neutraler oder sogar saurer Reaktion auf Lakmus werden durch Tropäolin 00 keine Spuren von Säure entdeckt, Die Verbindung scheint im Gleichgewicht zu bleiben, ein Niederschlag scheidet sich nicht aus. Dass die Säure (z. B. Salzsäure) hier gerade mit dem Globulin verbunden sein kann, wird sowohl durch Lakmus als durch Tropäolin 00 angezeigt; dass aber auch das Alkali mit dem Globulin in Verbindung steht, zeigt die Untersuchung der Reaktion der Asche der in Arbeit befindlichen Lösung—dieselbe reagirt alkalisch! Die innere Arbeit in der Verbindung geht jedoch ihren Gang fort, und nach einiger Zeit, zuweilen nach 18, 20 und mehr Stunden, erweist es sich, dass die Reaktion des Gemenges entweder eine neutrale oder eine ganz basische ist! Das Neutralismen und Ansäuern bis 4 mal wiederholend, erhalten wir wieder eine basacide Verbindung, in welcher die Säure sich durch ihre Wirkung auf Lakmus und Congo, und das Alkali, nach dem Einäschern, auf Lakmus kundgibt! Doch auch hier kehrt nach mehr oder weniger langer Zeit die frühere Reaktion wieder und um so rascher, je höher die Temperatur ist, weshalb die basisch-aciden Globuline besser bei niedriger Temperatur aufbewahrt werden. Trotz der wiederholten Rückkehr der Reaktion werden bei fernerem Ansäuern gewisse Alkali- und Säuremengen vom Clobulin so energisch zurückgehalten, dass die Verbindung der Säure mit dem Alkali durch blosses Kochen noch nicht erfolgen kann, und man behufs definitiver Entfernung der Base die Lösung bei Gegenwart von ziemlich viel, wenn auch schwacher, Säure erhitzen muss.
Ausser diesen basisch-aciden Verbindungen, in denen die Säure und die Base mit den Polen verbunden sind, sind auch noch so zu sagen ringförmige Globulin-verbindungen möglich, wo die Säuren und Basen einerseits an die entsprechenden Pole des Globulins, andererseits aneinander gebunden sind. Eine derartige Verbindung lässt sich leicht demonstriren, wenn in derselben Erdalkalien und Schwefelsäure vorhanden sind. Wird z. B. globulinsaures Baryum oder Calcium, wenn die Baryt- oder Kalkmenge gross genug ist, um das Globulin in Lösung zu erhalten, mit sehr verdünnter Schwefelsäure neutralisirt, so werden, trotzdem Lakmus die saure Reaktion anzcigt. keine Niederschläge ausgeschieden, und die Asche reagirt alkalisch! Es darf hier angenommen werden, dass die basisch-acide Verbindung folgendem Schema entspricht:
B—Ba
Gb |	.......... (17)
S — SHJJk
Andererseits kann das Globulin von der Säure und dem Alkali, behufs unmittelbarer Verbindung beider mit einander, umgangen werden, dennoch aber in Lösung bleiben, wobei die Reaktion eine neutrale, alkalische oder saure sein kann.
Im ersten Falle, dem man am seltensten begegnet, wird die Alkali- oder Säureverbindung bei entsprechender Neutralisation vollständig zersetzt, unter Bildung eines Salzes, welches mit dem Globulin ein „Salzglobulin“ bildet, infolgedessen