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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SÄUREN.
Drittens endlich können solche Verbindungen nicht nur auf Lakmus, sondern auch auf Tropäolin 00 sauer reagiren, die Asche aber nach dem Abdampfen der Lösung und der Einäscherung des Rückstandes dennoch freies Alkali enthalten. Derartigen Verbindungen, die durch die Temperatur ihrer Zersetzung charakterisirt werden—basisch-salzige Acidoglobine — Bassalacidoglobine—würde das Schema
.Base
Gb \Salz............... (2 0f
<
Säure
entsprechen. Die allgemeine Schema-Formel für alle möglichen Fälle solcher Verbindungen wäre:
6r
< c/»’)
/
\ s
VS rr'/w-
/ LW
X' JcS (l/rir)
-f <0,5 (0,9 oder 0,1)]....................(21),
wo n und n" weit grösser als 100 und bis co ist, infolgedessen sowohl die Säuren als die Bisen, unsern Erklärungen gemäss (AhV 86—92 p. 255), als Bruchteile (und zwar
S	S
kleine) des Löslichkeitskoefficienten der Base (Je ) und der Säure (k ) erscheinen; was das Salz anbetrifft, so kann dieses zwar nicht in weiteren Grenzen in die Ver-
S
bindung treten, wohl aber in geringeren Quantitäten des Löslichkeitskoefficienten (k * ), welche der maximalen Löslichkeit des Globulins entsprechen, da eine Vergrösserung des Salzgehalts bis über 0,5 (0.9 oder 0.1)/,- an sich zur Ausscheidung von Globulin führt (V.V 75—80 p. 264).
Ebenso kann das Gleichgewicht dieser komplexen Verbindung gestört werden, wenn bei beständigem Salzgehalt sich die Mengen der Base oder der Säure einzeln oder beiderseitig, oder umgekehrt, ändern. Im allgemeinen darf die Energie der mit dem Globulin in Verbindung befindlichen Base und Säure sowie des Salzes zusammengenommen diejenige, welche die beständigste Verbindung einer jeden Reihe von Verbindungen im einzelnen entfaltet, überhaupt nicht übersteigen. Oft ist dieselbe, wie die tägliche Erfahrung zeigt, sogar geringer, was einerseits durch das gegenseitige Verhalten der Säure und des Alkali (AhV 86—92 p. 255), andererseits durch dasjenige der Salze zu den Säure- und Alkali Verbindungen des Globulins und. umgekehrt, durch das Verhalten der Säuren und Alkalien zu den Salzverbindungen des Globulins bedingt wird. Wenn es mir bislang auch noch nicht möglich gewesen ist, die Äquivalenz der Salze, Säuren und Basen zu dem Globulin in dieser Beziehung aufzuhellen und in Zahlen auszudrücken, so gibt es doch sowohl im historischen Material als auch in den persönlichen Erfahrungen eines jeden, der sich mit den Proteinkörpern beschäftigt hat, Beispiele einer solchen Gleichwertigkeit genug. Was die Bevorzugung, die den verschiedenen Substanzen seitens des Globulins, welches eine Verbindung einzugehen sich bestrebt, zu Teil wird, so kommen in erster Reihe die Basen, dann die Säuren und erst zuletzt die Salze. Al. Schmidt (132 p. 18) z. B. fand, dass durch Dialyse die Salzsäure ebenso wie die Alkalien aus Eiweissflüssigkeiten langsamer entfernt werden, als die Salze.