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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SÄUREN.
zugs dieses "Verfahrens hcrvorgehobcn werden, dass eine Säureverbindung sieb voit leichter als eine Alkaliverbindung durch Dialyse zersetzen lässt.
Dieses Verhalten des Globulins zu den Säuren und zur Dialyse haben wir unserer Darstellungsmethode des reinen Globulins gleichviel welcher Herkunft zugrunde gelegt.
Je verdünnter die dialysirte Flüssigkeit ist, je energischer die Dialyse ausgeführt wird, mit desto grösserer Gewissheit können wir erwarten reines Globulin (Globulinsäure) in Gestalt „eines in Alkali- oder Säurclösungen l°/00 oder in Salzlösungen mittlerer Konzentration leichtlöslichen Präparats“, kurz eines solchen zu erhalten, velclies den geläufigen Vorstellungen vieler Autoren vom ..Globulin“ entspricht, wie sie auch in den Lehrbüchern aufgenommen sind.
Das oben Dargelegte erklärt alle sog. „Verwandlungen oder Umwandlungen“ dieses oder jenes „Eiweisskörpers“ in Globulin! So behauptet z. B. Hasebrück (51 p. 353). dass unter der Einwirkung von l°/00 Salzsäure Globulin aus Fibrin entstehe.
Fällung oder Zersetzung von Säureverbindungen kann auch unter dem Einfluss von Alkohol und Äther erfolgen (s. K. XV).
E. Säuren, welche das G 1 o b u 1 i n nicht a u f 1 ö s e n. Beines Globulin, welches sich in einer Neutralsalzlösung leicht löst, löst sich von selbst in den verschiedenen Schwefelwasserstoff-, Gerbsäure-, Pikrinsäure-, Borsäure- und Kohlensäurelösungen nicht auf. Wie lange wir mit letzteren auf in Wasser susper.-dirtes reines Globulin auch einwirken n ögen, in die wässerige Lösung geht dieses nicht über. Mit Pikrin- und Gerbsäure bilden sich zudem noch in Wasser unlösliche Verbindungen; auch Schwefelwasserstoff, Borsäure und Kohlensäure verhalten sich offenbar nicht indifferent und bewirken unstreitig einen Übergang des Globulins in den unlöslichen Zustand. Nichtsdestoweniger aber können alle Säuren einen Bestandteil komplexer Globulinverbindungen mit Alkalien und Salzen bilden und Verbindungen mit denselben ciügehcn, welche den obengegebenen Schemata entsprechen. Trichloressigsäure, Phosphorwolframsäure und Molybdänsäure lösen in kon-zentrirten Lösungen das Globulin nicht, können aber in verdünnten Lösungen lösliche Verbindungen mit demselben bilden.
L I T E B A T U B.
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