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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SÄUREN.
Substanz ansah. Ausserdem findet Denis in dem Körper, den Liebig „Muskelfibrin% Lehmann „Syntonin“ nannten (AA 01—7p.44). und der gerade durch die Salzsäure extrahirt wurde, keine specifischen Eigenschaften, sondern nur diejenigen, welche auch die durch Verdünnung mit Wasser und auch durch Einwirkung von Salzsäuie auf die salzhaltigen Lösungen des Fibrins, des Ovo- und Seroglobins (27 p. 217	9; p. n. 96) erhaltenen Niederschläge besitzen. Eine Lösung ausgewaschener
Hühnermuskeln in 3°/0-iger Kochsalzlösung wurde mit 6 Vol. 10-fach verdünnter Salzsäure vermischt und das Filtrat mit einem Alkali neutralisirt: cs entstand ein Niederschlag, welcher alle Eigenschaften des Globulins besass (ib. p. 218—9). Nicht weniger interessante Miatsachen finden wir bei Denis auch in Bezug auf das Ovoglobin, concentrirte Säuren lösen es leicht auf, und Essigsäure führt es in einen geleeartigen Zustand über, in welchem es in kaltem, sehr leicht in heissem Wasser löslich ist (ib. p. 71). Nach der Neutralisation dieser Lösungen mit Alkalien werden unlösliche Seroglobinniederschläge erhalten. Nach der Auflösung der Ovoglobins in verdünnter Salz- oder- Phosphorsäure und nach der Neutralisation dieser Lösung erhält man Niederschläge unveränderten, d. h. in Salzen löslichen, Seroglobins (ib. p. 72) u. s. w.
Im weiteren beobachtete Denis, dass auch eine salzhaltige Ovoglobinlösung von ziemlich concentrirten Säuren gefällt wurde, wobei die Niederschläge sich nur in warmem Wasser lösten. Wurde die Fällung dagegen mit verdünnten Säuren vorgenommen, so blieb ein Teil des Seroglobins in der säurehaltigen Lösung zurück. Die säurehaltige, deutlich sauer reagirende Ovoglobinlösung gerann in der Wärme nicht; von Alkohol wurde sie gefällt, wobei der Niederschlag in Wasser löslich war (ib. p. 74). Salzlösungen des Fibrins wurden auch von Säuren, nämlich von Essigsäure, Salzsäure, Schwefelsäure und Salpetersäure, gefällt; dabei war der durch die letztgenannte Säure erzeugte Niederschlag in kaltem Wasser unlöslich; in warmem Wasser lösten sich alle Niederschläge (ib. p. 131). Denis’s WTorten nach, giebt auch Seroglobin mit Säuren Verbindungen, die in warmem Wasser löslich sind. Alkohol erzeuge auch hier wasserlösliche Niederschläge (ib. p. 86). Eine Salzlösung des Seroglobins werde sogar von sehr verdünnten Säuren gefällt, wobei die Niederschläge in Wasser löslich seien (ib. r. 88). Denis erhielt Säurelösungen auch aus Salzlösungen des Globulins *), wie z. B. aus Casein oder Globoglobin, indem er eine geringe Menge Säure zusetzte (ib. p. 99 u. 125). Er beobachtet auch, dass das ausgeschiedene Globulin, je nach der Concentration der Säuren, sich bald löste, bald nicht (ib. p. 128).
Selbstverständlich halten wir es für überflüssig alles das, was über den Einfluss der Säuren auf die Gewinnung der Globuline schon bekannt ist. hier zu wiederholen. WTir wollen nur die Thatsachen anführen, welche das Verhalten der Säuren zu den Globulinen charakterisiren. Von diesem Standpunkte aus bieten ein bedeutendes Interesse Brücke’s Beobachtungen, nach welchen in verdünnten Säuren aufgequollenes Fibrin bei dem Zusatz von Lösungen von Mittelsalzen zasammenfällt, seine Durchsichtigkeit verliert und weiss wird. Ein eben solches Verhalten zeigt auch der in Säuren aufgequollene Neutralisationsniederschlag aus einer alkalischen
saline où un muscle a macéré, il se fait un précipité insoluble dans l’eau et dans un excès d’acide.
Le sel extrait donc de la chair musculaire deux substances, dont l’une est soluble dans l’acide chlorhydrique au dixième, et dont l’autre refuse de s’y dissoudre“ (27 p. 216-7).
') Auf Denis’ Arbeit, und zwar auf S. 85 derselben, weist Eichwald (32 p. 126) bin, indem er sagt, dass Denis bei der Sättigung des Serums mit Kochsalz und der Versetzung mit irgendeiner Säure in Wasser gelüste Niederschläge erhielt. An genannter Stelle (27 p. 85) findet man nichts Aehnliches.