﻿VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SÄUREN.
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reu auf sich ziehen. Eichwald war einer von denen, die sich der Frage nach der Verschiedenheit der Benennungen: Syntonin. Albuminat, Acidalbumin u. s. w. gegenüber am aufmerksamsten verhielten (32 p. G9, 110, 123, 144 u. s. w.). Doch ging auch Eichwald, vom historischen Standpunkte aus beurteilt, in der Bestimmung dessen, was Syntonin ist, nicht besonders weit, sondern begnügte sich offenbar mit der von Hoppe-Seyler gegebenen Formel, auf Grund deren Eichwald die durch Einwirkung von Chlorwasserstoffsäure auf verschiedene Protemkürper sich bildenden Produkte für Syntonin ansieht, und die Xeutralisationsniederschläge aus solchen Lösungen mit dem durch Einwirkung von Wasser auf ausgeschiedenes Globulin erhaltenen Produkt identiflcirt, wobei dieses Globulin, wie schon bekannt, bei der Behandlung mit Wasser nicht nur seine Löslichkeit in Salzen einbüsst, sondern auch die Eigenschaft erwirbt, in verdünnten Säuren und Alkalien sich schwer zu lösen *). Eichwald sagt geradezu aus, wofür er diese durch Wasser bewirkte Modifikation des Proteins ansieht, nämlich für Seroglobin. Der durch Ansäuern mit Essigsäure in einem 10-fach mit Wasser verdünnten Blutserum erhaltene Niederschlag 1 »fisse, nachdem aus demselben ein Teil des Globulins, welchen Eichwald Serumcase'in Kühne (AbV 48—G9 p. 128) nennt, und welcher Globulin vorstellt (A‘A) 41—G9 p. 93), durch Einwirkung von Kohlensäure ausgeschieden ist, Eichwald’s Beobachtungen nach, seine Fähigkeit ein. sich in Kochsalz aufzulösen, wenn er einige Zeit unter Wasser gelegen hat. Überdies verliere der Niederschlag nach und nach seine Löslichkeit in
o,	l% Aetznatron, in Essigsäure und auch in Salzsäure (32 p. G7, 69). Diese Modifikation des Globulins werde einzig durch Wasser, ohne Mitwirkung von Luft (A«A? 48—69
p.	128), durch einen Process, den Eichwald Auslaugung 2) der Substanz durch Wasser nennt, und dem er die Veränderungen in der Löslichkeit zuschreibt, hervorgerufen, da die Löslichkeit nicht verloren gehe, wenn zum Waschen anstatt Wasser eine Salzlösung genommen wird (32 p. 70 — 1). Eichwald geht noch weiter: er identifient dieses durch Wasser modiricirte Globulin auch mit den Bückständen von Lieberkühn’s Alkalial-buminat, welchem das Alkali durch langes Auswaschen entzogen, sowie mit einem ähnlichen Präparat, welches aber definitiv mit säurehaltigem Wasser ausgewaschen wurde—Brücke's Pseudofibrin, hauptsächlich aber mit dem Milchcaseïn (ib. p. 71)1 Alle genannten Präparate—das Globulin welches durch Liegen unter Wasser seine Löslichkeit eingebüsst hat, den Albuminatniederschlag, das Casein und das Syntonin 3)—hält Eichwald für identisch. Alle diese Körper seien in Wasser unlöslich,
f) „Mit dem Ausdrucke „Syntonin“ bezeichnen wir ja nur gewisse, in allen bekannten Beziehungen übereinstimmende, Umwandlungsproducte, welche aus mehreren Eiweisskörpern durch Behandlung derselben mit HCl erhalten werden
Meine Absicht ist nur, zu beweisen, dass gewisse Ei weisstoffe auch o h-n e S ä u r e w i r k ung eine analoge U m-w a n d lung e r 1 e i d e n k önne n, wennsie im gefällten Zustande a n daue r n d m i t ILO ausgela u g t w erde n“ (32 p. 78).
-) „I n XaCl-L ö sungen jeglicher Concentration ist der Stoff vollkommen unlöslich, wenn er nur wirklich vollständig vom Serum getrennt, also eine gewisse Zeit mit ILO in Berührung gewesen ist“ (32 p. G5).
..Sie kann nicht auf den Einfluss der atmosphärischen Luft während des AVascliens auf dem Liltrum geschoben werden (eine früher für ähn-
liche Fälle sehr beliebte Erklärungsweise), denn sie tritt auch ein, wenn man die Substanz in einer AVeise wäscht, wo jeder Contact mit der atmosphärischen Luft vermieden wird, nämlich durch Decantiren. Die einzige nothwendige Bedingung ist ein andauernder Contact des Stoffes mit H;0, und wir werden später sehen, dass diese Umwandlung in der That ausbleibt, wenn man den Stoff mit einer Salzlösung, statt mit ILO
auswäscht.................. Es handelt sich ja
um eine allmälige Auslaugung des Stoffes mit H.O" (ib. p. 70).
3) „Wie ist aber das Produkt (das veränderte Globulin) dieser Umwandlung aufzufassen? Betrachtet man den Stoff in demjenigen Stadium, in welchem man ihn vollständig, oder doch der Hauptsache nach, nach seiner Reindarstellung vorfindet, und in dem er sich erheblich von seinem ursprünglichen ausserordentlich löslichen Zustande unterscheidet, so findet man eine auf-