﻿VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SÄUREN.
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Salzen. Säuren und Alkalien ganz ebenso wie das Seroglobin 1); er scheide sich sehr allmälig aus, so dass in den ersten 24 Stunden, wenn nur abfiltrirt wird, bis 3 Niederschläge erhalten werden können. Im allgemeinen hält Eichwald diese Niederschläge für ganz identisch mit dem Teil des Globulins, der aus 10-fach mit Wasser verdünnten Serum, aus welchem aber ein Teil des Globulins durch Essigsäure schon ausgeschieden war. durch Essigsäure ausgefällt wird. Ferner meint Eichwald. dass der Körper, von dem ein Teil durch Essigsäure ausgeschieden wurde, sich bei der soeben beschriebenen Behandlung auch ganz ausscheide und nach der Ausscheidung die Eigenschaften des „Syntonins“ annehme 2)1
Eichwald glaubt, dass ein Teil des „Albumins“, d. h. des Proteins, welches nach Entfernung alles dessen, was nach der Versetzung mit dem 10-fachen Volum Wasser und der Behandlung mit Kohlen- und Essigsäure aus dem Serum ausgeschieden wird, bei weiterer Verdünnung mit Wasser und Ansäuern in Gestalt von „Syntonin“ ausfalle (ib. p. 83).
In diesen Versuchen ist der Umstand interessant, dass Eichwald sowohl aus s a u r e n als aus alkalische n Lösungen eine Substanz von gleichem Charakter erhalten haben wollte. Doch geht er noch weiter. Er fällt noch das nach der Ausscheidung des sog. Paraglobins und Serumcaseins zurückgebliebene Protein des Serums durch abermaliges Ansäuern und Versetzen mit Kochsalz, und findet den erhaltenen Niederschlag, den er für Albumin hält, in Wasser löslich, obgleich er die Gegenwart von Salz und Säure in demselben zugiebt J). Der Niederschlag, welcher aus Serum erhalten wird, nachdem dieses von dem durch gleichzeitige Einwirkung von Wasser, Kohlen- und Essigsäure erzeugten Niederschlage befreit worden ist. wird nach und nach mit Essigsäure angesäuert und mit einem gleichen Volum gesättigter Kochsalzlösung vermischt. Den neugebildeten Niederschlag wäscht man nicht einfach mit halbgesättigter Kochsalzlösung, da nach der Entfernung der Säure der Niederschlag löslich wird, sondern mit einer mit Essigsäure angesäuerten, und erst gegen das Ende mit der einfachen Salzlösung. Den erhaltenen Niederschlag nennt Eichwald „Albumin“ des Serums und hält ihn in Wasser für löslich, wobei die Lösung sauer reagirc; diese gerinne in der Wärme
‘) ,.I)as bis aut'den Punkt vollständiger Gerinnbarkeit durch Siedhitze angesäuert# und vom Serumcasein ..... abtiItrirte 10-fach verdünnte Serum unterscheidet sich von dem neutralen Zehntelserum dadurch, dass es weniger gelb, sondern mehr weisslicli gefärbt ist..................
Versetzt man es mit etwas Säure oder Alkali (auch Alcalicarbonat), so ist es je nach Grosse des Zusatzes gar nicht mehr oder nur unvollständig beim Kochen gerinnbar, wohl aber gerinnt es noch in compacten Flocken, wenn man ein Neutralsalz zufügt; die Menge des letzteren muss um so grosser sein, je mehr man Säure oder Alkali zugesetzt hat. I»ie weissliclie Färbung der Flüssigkeit nimmt fortwährend zu unter gleichzeitiger Ausscheidung von Niederschlägen, die sich in der Art ihres Auftretens und in ihren Ileactionen gegen Salze, Alkalien und Säuren ganz wie Serumcasein verhalten: d. h. gleichfalls aus Syntonin bestehen“ (ib. p. 79).
:) „1) dass in dem Serum neben dem Paraglobulin eine Substanz existât, welche von diesem verschieden ist und schon nach zehnfacher
Verdünnung bei neutraler Reaction auszufallen beginnt, aber in viel grosseren Mengen ausfällt, wenn man das Serum ansäuert; 2) dass das Ausfallen dieses Stoffes durch weitergehende Verdünnung befördert wird; 3) dass gar kein Grund vorhanden ist, das Serumcasein Kiihne's von analogen, schon bei neutraler Reaction auftretenden, weit geringeren Ausscheidungen zu trennen, wie auch von denjenigen Niederschlägen, welche auf-treten, wenn man das Zehntelserum weiter verdünnt, indem der Kühne'sche Niederschlag nur als eine partielle Beschleunigung dieses allmäii-gen Vorganges aufzufassen ist; 4) dass die sich ausscheidende Substanz nach ihrem Niederfallen die Higenschaft des Syntonins annimmt“ (ib. p. 81).
3) „Man kann diesen Umstand benutzen, um das Albumin von den anderen Bestandtheilen des Serums zu isoliren, ohne dass es seine Löslichkeit in IKO einbüsst, doch erhält man es so nicht ganz frei von dem zur Fällung benutzten Neutralsalz; ja. es ist mit Spuren der benutzten Säure verunreinigt" (ib. p. 97).