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VERWALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SÄUREN.
niedersclilage aus einer Protemlüsung in schwacher Salzsäure darstellte. Gleiche Mengen der von ihm bereiteten alkalischen Lösungen versetzte Soyka mit gleichen Mengen von Säuren und Phosphaten und fand, dass die ermähnten alkalischen Lösungen der Neutralisationsniederschläge sowohl aus den Alkali- als aus den Säureproteinlösungen bei Gegenwart eines neutralen Phosphats sich ganz identisch verhielten. Auch hier sei zur Fällung mehr Säure erforderlich, als wenn neutrales Phosphat nicht vorhanden ist. In beiden Fällen könne die Lösung bis zu deutlich saurer Reaktion angesäuert werden und dennoch keinen Niederschlag aus-scheiden. An der Grenze der Fällbarkeit hätten beide Lösungen eine amphotere Reaktion und enthielten auf 1 Mol. neutralen 9 Mol. sauren Phosphats1) (139 p. 350, 362). Im weiteren prüfte Soyka die vom Autor angegebenen Reaktionen sowohl der alkalischen als auch der sauren Proteinverbindungen, bereitete Lieber-külnPsches Alkalialbuminat, sowie auch aus gut ausgewaschenem Fleisch eine Lösung in Salzsäure, die er „Syntonin“ nannte, und endlich eine Lösung von Albumin (:) in einer grossen Menge 0,1%-iger Salzsäure, welche Lösung er Acidalbu-min nennt 2). Ohne einen scharfen Unterschied zwischen diesen letzteren zu machen und dieselben mit einem und denselben Namen—Acidalbumin—benennend, findet Soyka, dass die Neutralisationsniederschläge aus dem Alkalialbuminat und dem Acidalbumin sich in schwachen Säurelösungen, Ätzalkalien. Alkalicarbonaten ..u. s. w.“ s) lösen, wobei er aber erklärt, dass dies sich nur auf frischgefällte Präparate beziehe; wird dagegen der Niederschlag für einige Zeit sich selbst überlassen, ausgewaschen oder gekocht, so löse er sich schwer. Dies alles beziehe sich in demselben Maasse auf die aus sauren oder alkalischen Lösungen 4) ausgeschieden Niederschläge. Ferner sollen sich die alkalischen Lösungen der Neutralisationsniederschläge aus anfänglich sauren oder alkalischen Lösungen gegen die gewöhnlichen Reagenzien ganz identisch verhalten 5). Wird in die erwähnten alkalischen (Natriumcarbonat) Lösungen Calcium eingetragen, so erfolge Fällung, während gesättigte Natriumsulfatlösung in der Flüssigkeit keine Fällung bewirke. So würden auch alkalische oder erdalkalische (z. B. Kalk) Lösungen dieses oder jenes Niederschlags in der Kälte nicht gefällt, aber beim Erwärmen Niederschläge ausscheiden; dasselbe beobachte man auch, venn dieselben Lösungen zuerst aufgekocht und dann abgekühlt werden. Beide Lösungen scheiden mit Kohlensäure und sogar in Gegen-
') „Diese Versuche ergaben also, dass sich das Acidalbumin in alkalischer Lösung bei Gegenwart ron neutralem Phosphat gegen Sauren genau so verhalt, wie das Albuminat. Unter diesen Umständen braucht man zur Fällung auch des Acidalbumins mehr Säure, als hei Abwesenheit des neutralen Phosphats. AVie eine alkalische phosphathaltige Lösung von Albuminat kann auch eine solche Acidalbuminlösung bis zum Auftreten der sauren Reaction mit Säure versetzt werden, ohne dass Fällung eintritt. An der Grenze der Fällbarkeit reagiren die noch klaren Lösungen der beiden Eiweisskörper amphoter und enthalten dann auf 1 Mol. neutrales Phosphat (ÄLHPO;) 9 Mol. saures Phosphat (MILPO.)“ ( 139 p. 362).
... a u s g u t ausgewaschenem Fleisch dargestelltes Syntonin und schliesslich ein Acidalbumin verwendet, das durch mehrstündige Digestion von Albumin mit viel Salzsäure von 0.1° o in Wasserbadwärme erhalten wurde. Für beide
letzteren Körper (Syntonin u. Acidalbumin) gebrauche ich im Folgenden nur immer den einen Kamen, trotzdem sämmtliche Versuche an beiden vorgenommen wurden“ (139 p. 363).
3) Es ist zu bedauern, dass dieses „u. s. w." die in diesem Falle so wünschenswerten Kamen der Lösungsmittel \erbirgt.
;) „Beide Stoffe, das Acidalbumin wie das Albuminat, lösen sich, frisch gefällt, in Säuren. Alkalihydraten und Alkalicarbonaten u. s. w. leicht wieder auf; dagegen schwer, wenn sie gefällt längere Zeit sich selbst überlassen bleiben (ausgewaschen werden) oder wenn sie nach dem Fällen gekocht wurden. Dabei ist es gleichgiltig, ob der eine oder der andere Stoff aus saurer oder alkalischer Lösung gefällt war“ {139 p. 363-4).
5) „Die alkalischen Lösungen des Acidalbumins verhalten sich gegen Reagentien vollständig so, wie die alkalischen Lösungen des Albuminats (139 p. 361).