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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SÄUREN.
lien gegebenen Benennungen zuliessen; dabei wurde die Frage selbst nach dem Cha-îakter dei Verbindung der Säuren und Alkalien mit dem Protein, namentlich was die Säureverbindungen anbetrifft, fast vergessen, daher verdienen die Arbeiten Danilewski s. der sich insbesondere mit der Frage nach diesen Beziehungen des Proteins zu den Säuren beschäftigte, unsere besondere Aufmerksamkeit. Von dem Satze ausgehend, dass es kein sicheres Mittel gebe, die chemische Verbindung des Proteins mit Säuren oder Alkalien nachzuweisen, führte Danilewski (22 p. 929 j Versuche mit Witt’s Tropäolinen aus (147 p. 258, 392, 931, 1025). von denen das von Mdler (95 p. 460) vorgeschlagene Tropäolin 00 sich als brauchbarer Indikator für freie Säuren erwiesen habe.
Tropäolin 00 wurde nicht von allen Säuren auf gleiche Weise verändert, woraufhin Danilewski die Säuren in drei Gruppen teilte. Zu der ersten Gruppe gehören: Schwefelsäure, schweflige Säure, Salpetersäure, salpetrige Säure. Phosphorsäure und andere starke Mineralsäuren, sowie Oxalsäure; diese Säuren sollen Tropäolin zersetzen und dessen orangegelbe barbe in eine lila bis schwarze verwandeln. Zu der zweiten Gruppe gehören Weinsäure, Citronensäure und andere starke organische Säuren, auch Chromsäure; diese würden nur Rötung der Tropäolinlösung be-v ii ken. Zur dritten Gruppe endlich gehören Kohlensäure, Essigsäure und andere Fettsäuren, die meisten organischen Säuren, Carbolsäure, Borsäure, arsenige Säure und die Proteinkörper, welche mit Lakmus eine saure Reaktion zeigen. Auf Tropäolin 00 sollen auch die Neutralsalze nicht reagiren, welche mit Lakmus eine saure Reaktion zeigen, saure Salze aber, wie z. B. saures schwefelsaures Kali, gleichfalls eine lila Färbung hervorrufen. obgleich eine hellere als freie Schwefelsäure, wie Danilewski versichert *). Die Reaktion rät der Autor vorzugsweise mit Reagenspapier zu erproben und die zu erprobende Flüssigkeit auf solches aufzutragen. Handelt es sich aber um sehr geringe Quantitäten von Säuren der ersten Gruppe, so sei es besser den V ersuch mit einer hei 30—40n auf einer weissen Porzellanplatte getrockneten Schicht einer alkoholischen Tropäolinlösung auszuführen. Die Gegenwart von Alkohol und von Glycerin beeinträchtige die Reaktion, diejenige von Stärke. Dextrin und Gummi übe aber keinen Einfluss aus (22 p. 930—1).
Nachdem Danilewski dieses Verhalten des Tropäolins untersuchte hatte, fand er ferner, dass manche in V asser suspendirte oder in demselben aufgelöste Pro-teinkörper die Eigenschaft besitzen bei 15—16° eine gewisse Menge in die Flüssigst eingeführter Mineralsäure zu binden s). Der Autor sah sich genötigt 10—100 Vol. verdünter Säure zuzugeben, ehe er eine Reaktion auf Tropäolin erhielt, während Lakmus schon längst eine starksaure Reaktion anzeigte. Die Prote'inkörper. von denen Mineralsäuren gebunden werden, seien: Myosin, Syntonin, Acidalbumin. Blutfibrin, „alle Prote'inkörper (?) sowie die Körper, die sich bei der Magenverdauung bilden und Zwischenstufen zu den Peptonen vorstellen“. Zu den Körpern, von denen Mineralsäuren nicht gebunden werden, würde zu rechnen sein: „Albumin (?), Casein, die in Wasser unlöslichen Albuminate (?), die Umwandlungsprodukte der Proteine in Peptone“. Sehr zu bedauern ist, dass Danilewski weder angiebt. was er unter dieser oder jener Benennung versteht, noch auch, wie die von ihm aufgezählten Körper dargestellt wurden. Noch mehr, Danilewski führt als Beispiel seine Beobachtungen an einem Körper an, der an sich selbst im stände ist auf mancherlei Gedanken über seine Entstehungsart zu bringen. Dazu schlägt Danilew-
’) „Saure Salze, wie z. B. saures schwefelsaures Kalium, geben die d u n k 1 e Lilafarbe, aber schwächer als die freie Säure“ (22 p. 929).
J) „Einige Eiweisskörper, in Wasser vertheilt
oder gelöst, zeigen die Eigenschaft, eine bestimmte Quantität ihnen zugeführter Mineralsäure bei 15—16° C. zu binden und sie durch Tropäolin 00 nicht nachweisbar zu machen“ (ib. p. 931).