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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SÄUREN.
Flüssigkeit stellt eine säurehaltige Lösung unveränderten Syntonins vor. AATirde zu viel Säure genommen oder war die Temperatur zu hoch, so veränderte sich das Myosin. Nach der Neutralisation der säurehaltigen unveränderten Myosinlösung mit Soda, Natron oder Kalkwasser falle das Myosin aus mehr oder weniger con-centrirten Lösungen in Gestalt von geleeartigen Massen, die stark sauer auf Lakmus reagiren aus, weshalb der Autor empfiehlt zur Darstellung neutralen Myosins verdünnte Myosinlösungen zu nehmen. Doch rät Danilewski auch in dieser Hinsicht zur Vorsicht, da starke Verdünnung an sich selbst solche Bedingnisse schaffe, welche die Löslichkeit des Myosins in Kochsalz- oder Salmiaklösungen verändern. Die Löslichkeit in diesen Salzen sei ein sicheres Prüfungsmittel um den Zustand des Myosins zu erkennen ').
Bemerken wir hier gleich, dass man nach allem, was über die Neutralisationsniederschläge aus den Säureverbindungen des Proteins gesagt worden war. insbesondere nachdem man dieselben mit den Neutralisationsniederschlägen aus den Alka-liverhindungen, die schon von Kühne für salzlöslich gefunden wurden, identiticirt hatte, erwarten durfte, dass auch die Neutralisationsniederschläge aus den Säure-Verbindungen des Proteins in vollem Maasse den Charakter des Globulins, aus welchem die säurehaltigen Lösungen bereitet worden waren, beibehalten würden.
In Danilewski's Arbeiten gewinnen aber auch die säurehaltigen Globulinlösungen auf Grund der Tropäolinreaktion den Charakter mehr oder weniger bestimmter Verbindungen. So erhielt der Autor, indem er l/U) Normalsalzsäure zu in AVasser suspendirtem Myosin bis zum Erscheinen der Tropäoolinreaktion zugab. eine säurehaltige Myosinlösung, die nach dem Abdampfen, Trocknen bei 100—105° und Einäschern des Rückstands folgende A'erhältnisse zeigte:
aus 2.7372 der HCl—Verbindung wurden „	2.9507	„	„	„	*
a	1,3910	„	..
9 1945
„	-, l . / -± u
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Es ist interessant, dass die Asche in allen Fällen schwach alkalisch reagirte. was Danilewski der Gegenwart von Calciumoxyd, welches durch das AVasser aus der Asche ausgelaugt wird, zuschreibt (23 p. 103).
Auf diese AA7eise können nicht nur Myosin und „Syntonin“ eine Säure binden, dieselbe Eigenschaft besitzen auch „die sog. Acidalbumine-, d. h. „die durch Einwirkung von heisser verdünnter Salzsäure aus verschiedenen Proteinkörpern ent-
!) „Ist die Lösung sehr concentrât, so fällt Myosin in durchscheinenden, gallertartigen Klumpen, welche inwendig hartnäckig eine gewisse Menge der sauren Lösung enthalten, so dass ungeachtet der vollständigen Ausfälltung diese Klumpen Lakmuspapier gut röthen. Um neutrales Mvosin zu erhalten, muss man darum nicht zu concentrirte saure Lösungen in Arbeit nehmen. Andererseits muss man sich auch gegen zu verdünnte saure Lösungen in Acht nehmen, denn
die grosse AA’assermenge kann verändernd auf das ausgeschiedene Myosin einwirken. Man muss aber nie vergessen, dass wie die Umwandlung in Svn-tonin, so auch die Veränderung durch AVasser stets mit AUrlust der Löslichkeit in Kochsalz oder Salmiaklösungen einhergeht. Alan hat also in diesem Imsungsverhültniss ein ganz sicheres Prüfungsmittel, um den Myosinzustand der neutralen Substanz zu constatiren“ '23 p. 1G3).