﻿VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SÄUREN.
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stellenden Produkte“ (ib. p. 183). Die Neutralisationsniederschläge der Säureverbindungen, die von Danilewski im allgemeinen für Syntonin angesehen wurden, verlieren seinem Ausspruch sowie der Ansicht früher genannter Autoren nach, unter dem Einflüsse von Wasser ihre Löslichkeit noch mehr und hören auf. sich in Salzsäure und Kalkwasser zu lösen. Doch löse sich der auf diese Weise modificirte Niederschlag nach und nach in 0,1%-iger Ätznatronlösung, wobei in dem bei der Neutralisation der erhaltenen Lösung entstehenden Niederschlage die Eigenschaften des frischgefällten Syntonins aufs neue gefunden würden, wenn der Versuch sogleich nach der Fällung ausgeführt wird. Nicht genug, die neutralisirten Niederschläge aus einer säurehaltigen Myosinlösung, die den Charakter des von Danilewski „Syntonin“ genannten Körpers besitzen, sollen, wenn sie in Kalkwasser aufgelöst werden, in Myosin übergehen, da diese Lösungen nach dem Neutralismen in schwacher Essigsäure Niederschläge ausscheiden, die sich leicht in 15°/0-iger Chlorammoniumlösung auflösen (ib. p. 180). In einem andern Falle greift Danilewski zu folgendem Verfahren: er sättigt nahezu eine Kalksyntoninlüsung mit Chlorammonium in Substanz, flltrirt die Lösung und versetzt sie mit sehr verdünnter Salzsäure oder, noch besser, Essigsäure bis zur neutralen Reaktion auf Lakmus und zwar auf das violette Lakmuspapier. obgleich auch das blaue sich durch den Salmiak färbt. Trotz der Neutralisation bleibe die Flüssigkeit klar, schwach opalescirend, wie eine Lösung von wirklichem Myosin. Tropfenweise in Wasser eingetragen, scheide die Lösung einen Niederschlag aus; dies sei auch bei der Sättigung mit Kochsalz der Fall, wobei der ausfallende Niederschlag bei der Verdünnung des Gemenges mit Masser löslich werde; dabei erfolge bei 50° Fällung (ib. p. 181). Auch der Neutralisationsniederschlag aus den Säureverbindungen, das „Syntonin“, welcher unter dem Einflüsse von Wasser den geringen Grad von Löslichkeit, der ihm im frischgefällten Zustande eigen ist, eingebüsst hat, verwandle sich aufs neue in Myosin, nachdem er durch Auflösung in schwachen Alkalilösungen (0,1—0.2 Natron) löslicher geworden ist. Überhaupt würden auch alle Körper, welche Danilewski unter dem Namen ..Acidalbumine“ zusammenfasst (p. n. 663) bei derselben Behandlung nach der Auflösung in Kalkwasser u. dergl. die Fähigkeit erlangen, sich in myosinähnliche Körper die er „Myosinoi'dstoffe“ nennt, zu verwandeln. Dieselben sollen sich in Kochsalz schwerer lösen als das Myosin (23 p. 183).
Es bedarf wohl kaum der Erwähnung, dass Danilewski‘s Arbeiten das Schlusskapitel zu den Arbeiten der älteren Autoren bilden, in denen die vorliegende Frage so weitläufig erörtert und der Satz, den unsre Zeitgenossen sich bis jetzt noch nicht ganz angeeignet zu haben scheinen, aufgestellt wurde, dass sowohl mit Säuren als mit Alkalien in Ä erbindung tretendes Protein keine Veränderung erleidet und bei der Ausscheidung aus diesen A erbindungen seinen anfänglichen Charakter wiedergewinnt!
Im Säureverbindungen zu erhalten, stellte Rollet (123p. 322) verschiedene Präparate dar. Dialysirtes Ochsenblutserum wurde, nach dem Abfiltriren, mittels eines über Schwefelsäure getrockneten Luftstroms bis zur Hälfte eingedichtet. Dabei sei Vorsicht nötig, da der Luftstrom Säure mit sich reissen und in die einzudichtende Ilüssigkeit hinübertragen könne, welche dann nicht nur sauer reagire, sondern auch ein geleeartiges Aussehen bekomme (ib. p. 322). Nachdem mittels eines interessanten Prockenapparats, welcher die Schwefelsäure zurückhält, das dialvsirte Serum hinlänglich eingedichtet war. bereitete Rollet säurehaltige Lösungen mit Schwefelsäure, Salzsäure, Salpetersäure und Phosphorsäure (ib. p. 323). Die Eindichtung der Flüssigkeit wurde auch durch Ausfrieren des Wassers bewerkstelligt (ib. p. 338). Inter allmäligem Einträgen von concentrirter Schwefelsäure mit einem Glasstäbchen und I mriihren enstehe eine feste, beständige geléeartige Masse. Um