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VERHALTEN DES GLOBULINS ZU DEN SÄUREN.
genau der Menge der Salzsäure entspricht, die an das Eiweiss gebunden ist“. Noch mehr: die Ä erfasser sehen in der Fällbarkeit durch phosphorwolframsauren Kalk einen Beweis für die Richigkeit ihrer Ansichten. „Die ...angeführten Beobachtungen zeigen, dass die Fällung mit den neutralen Alkaloi'dreagentien eine sehr bequeme Methode zu Bestimmung des basischen Aequivalents der Eiweisskürper ist. Vor allem aber bilden sie einen Beweis dafür, dass die Eiweisskörper ebensogut chemisch zugängliche Ä erbindungen bilden, wie andere Säuren und Basen auch“ (ib. p. 1 <>8).
......Denselben Gedanken führt Cohnheim auch in den zwei Ausgaben seines
Buches (19 p. 110) durch. Auch Erb. der nach der Methode der genannten Autoren arbeitete, findet, dass die gebundene Quantität pro 1,0 Eiweiss für ein und denselben Eiweisskörper nicht konstant (33 p. 317) ist. dass mit der steigenden Säurequantität die in Bindung gehende Menge (d. h. in den Niederschlägen gefundene) wächst (p. 324).
Bugarsky & Liebermann (15 p. 69) und nach ihnen Rhorer (ib. p. 36«) sehen die vermeintlichen Verbindungen des Eiweisses mit Säuren, welche von Sjogvista an untersucht werden, nicht nur für Salze an, sondern finden noch eine Analogie zwischen der Verbindung eines Eiweissstoffs mit Salzsäure und Ammoniumchlorid, indem sie es Albuminchlorid nennen (15 p. 09). Das Eiweiss selbst müsste nach dieser Auffassung als eine dem NH4OH gleiche Base—Albuminiumhydroxyd und die Säurebindung als einfache Neutralisation nach der Gleichung
Alb. OH -j- HCl Alb. Ci — IRQ betrachtet werden (119-a p. 368).
Mie diese	Behauptung einer	faktischen Grundlage	entbehrt, so	fehlt es
Rhorer s Satz an	einer historischen.	Rhorer behauptet, das	Wesen dieser	Methode
(Aussalzen) bestehe in der älteren Erfahrung dass, wenn einer Eiweisslösung eine bekannte Säuremenge zugesetzt und das Eiweiss aus der Lösung gefällt wird, nur ein 4 eil der zugesetzten Säure im Filtrat wieder gefunden werden könne, da der andere vom Eiweiss gebunden worden sei.
Das, was für die vorhergenannten Autoren, ausser Cohnheim & Krieger, bloss eine Zulassung war, scheint in Rhorer’s Augen schon ein wissenschaftliches Postulat zu sein. Rhorer	hat seinerseits in	der Richtung Versuche	angestellt wie	„sauer“
die Lösung sein	soll, und gefunden, dass zu vollständiger	Fällung wenigstens die
dem Eiweiss äquivalente (?!) Säuremenge zugesetzt werden müsse“ (ib. p. 372).
Obgleich Spiro & Pemsel (p. n. 244). Cohnhein & Krieger (p. n. 247) und Erb (p. n. 248) behauptet haben, dass durch die Fällungsmethode für die dem Eiweiss äquivalente Säuremenge bei Anwendung verschiedener Fällungsmittel, sowie bei wechselndem Säureüberschüsse, verschiedene Werte gefunden worden seien gesteht Rohrer jedoch seist zu. dass die Erklärungen von Cohnhein & Krieger und Erb für diese Erscheinung in Versuchsfehlern hegten und vor allem „ist zunächst das phosphorwolframsaure Ca zu solchen Versuchen völlig ungeeignet, wie aus Folgendem erhellt: in dem Filtrat, welches titrirt wird, befinden sich nach der Reaktion
salzsaures Eiweiss -f- PW- saures Ca = PW- saures Eiweiss -j- CaCL
folgende Ä erbindungen: CaCL, überschüssiges PW- saures Ca und überschüssige Salzsäure, also zwei Säuren, die das Calcium (die Base) unter sich teilen“, vergisst aber dabei gänzlich, dass seine Vorstellungen von den „äquivalenten“ Beziehungen zwischen dem Eiweiss und den Säuren gerade auf den Tatsachen dieser letzteren Autoren beruhten, die sie mit diesem Salz erhalten hatten!