﻿LE
PHYSIOLOGISTE RUSSE
RÉDIGÉ PAR
M. Léon Morokhowetz,
Professeur de physiologie à l’Université Impériale.
MOSCOU.
Vol. V.	20 décembre 1908.	JN°N° 93—100
Cher schleimigen Irin.
Chemische & experimentelle Untersuchungen.
Von Â. D a v i d o w,
Zweite Mitteilung (S. Le Physiolog. Paisse T. V MM 86—92 p. 165—7).
Aus dem physiologischen Institut der k. Universität Moskau.
Die bakteriologische Untersuchung des schleimigen Urins beschrieb ich in einem vorhergehenden Artikel (Le Physiol. Paisse. T. V, p. 165 — 7), in welchem ich darauf hinwies, dass die Bildung eines ähnlichen schleimigen Urins wie beim Menschen bei Vorhandensein von Zucker beim Hunde durch Impfung des bac. viscosus in die Harnblase liervorgerufen werden könne.
Die chemische Natur des im Urin befindlichen Stoffes, der ihm die schleimige Beschaffenheit verleiht, ist bislang nicht aufgehellt. Manche Autoren sehen diesen Stoff für einen Eiweisskörper (Malerba), andere (Coronedi, Al-bertoni) für ein Kohlehydrat an. Um diese Frage aufzuhellen, schied ich aus menschlichem Harn den Stoff aus, der die schleimige Beschaffenheit des Urins bedingt, und verglich ihn mit der aus Hundeharn und Kulturen ausgeschiedenen Substanz. Die erhaltenen Resultate sollen den Gegenstand der vorliegenden Schrift bilden, ln derselben werde ich nicht alle Analysen, sondern nur die aus einigen erhaltenen Durchschnittszahlen anführen.
Im Urin des Kranken wird durch Umschütteln mit Äther eine PVülung erhalten, die sich zwischen der Urin- und Ätherschicht ansammelt und an Gallerte erinnert. Fügt man zu dem Urin- Äthergemisch Alkohol hinzu, so Le Physiologiste. Vol. Y.	18