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ÜBER SCHLEIMIGEN URIN.
verändert die Fällung ihr Aussehen, wird kompakter und fällt allmälig zu Boden.
Um die Menge der Fällung, die aus dem Urin erhalten wird, zu bestimmen, nahm ich einige bestimmte Urinmengen enthaltende Kolben, fällte mit Äther und Alkohol, liess sie einige Tage ruhig stehen und filtrierte durch einen bei 100° getrockneten und abgewogenen Filter.
Durclmittszahlen aus drei Analysen:
600 cc. Urin gaben 1,0492 oder 0,17 p. C. Niederschlag.
Sämmtlicher Urin des Kranken wurde mit Äther und Alkohol gefällt: der Niederschlag wurde auf dem Filter gesammelt, mit Alkohol und Äther gewaschen, an der Luft getrocknet und zu Pulver verrieben. Beim Verbrennen dieses Pulvers auf dem Platindeckel eines Tiegels blieb eine ziemlich grosse Menge wasserlöslicher Asche zurück.
Das erhaltene Pulver besass folgende Eigenschaften:
1)	es löste sich nicht in destillierten Wasser:
2)	löste	sich	nicht vollständig in	heissem	Wasser auf:
3)	löste	sich	nicht vollständig in	Salzsäure	auf:
4)	löste	sich	in Schwefelsäure;
5)	löste	sich	nicht in Essigsäure;
6)	löste	sich	in Salpetersäure;
7)	beim Erwärmen mit Salpetersäure wurde eine gelbe Färbung erhalten, die durch nachträglichen Ammoniakzusatz nicht dunkler wurde;
8)	durch Millon’s Reagens färbte sich der ungelöst gebliebene Teil rosig;
9)	löste sich in Ätzkali;
10)	durch Ätzkali und Kupfersulfat enstand eine violette Färbung;
11)	wurde durch Jod nicht gefärbt;
12)	in der Fehling’sche Lösung fand eine schwache Reduktion des Kupferoxyds statt;
13)	nach längerem Kochen mit Salzsäure wurde eine positive Reaktion auf Furfurol und die Reduktion des Kupferoxyds in der Fehling’schen Lösung erhalten;
14)	bei der Neutralisation der sauren Lösung mit Ätznatron entstand ein flocken artiger schleimiger Niederschlag.
Das erhaltene Pulver enthält eine grosse Menge Mineralsalze, und zwar
59,99 p. C.
Beim Verbrennen auf dem Platindeckel nimmt man deutlich den Geruch versengter Hufe oder Haare wahr.
Um die Substanz von den durch die Fällung mit Äther und Alkohol aus dem Urin zugleich ausgefallenen Salzen zu befreien, wurde das Pulver mit V2 p. C.-iger Salzsäure extrahiert, Nach 24 Stunden goss man die Salzsäure ab und eine neue Portion davon wieder auf. Damit wurde solange fortgefahren, bis die Salzsäure beim Verbrennen auf dem Platindeckel keine organischen Stoffe mehr aufwies. Die salzsaure Lösung opalisierte.
Diese Lösung dialysierte man in Prof. Morochowetz's Filterdialysor gegen fliessendes Wasser 24 Stunden lang oder etwas länger, bis in dem Waschwasser beim Verbrennen keine Mineralsalze mehr angetroffen wurden, und das