﻿ÜBER SCHLEIMIGEN URIN.
275
Die unlösliche Substanz war in so geringer Menge vorhanden, dass man sie nicht analysieren konnte.
Um die von den Bakterien ausserhalb des Organismus ausgearbeitete Substanz mit den Substanzen, die ich aus dem Urin von Menschen und Hunden erhalten hatte, zu vergleichen, nahm ich eine grosse Quantität Urin, versetzte ihn mit 1 p. C. Traubenzucker, sterilisierte und infezierte diesen Nährboden mit Bac. viscosus. Nach einigen Tagen war derselbe schleimig geworden.
Dieses Nährmaterial wurde ebenso wie das vorhergehende behandelt.
Die Elementaranalyse der aus der Kultur erhaltenen, in 1/2 p. C.-iger Salzsäure löslichen Substanz ergab:
C =	42,60	p.	C.
H =	4,40	>	>
0 =	85,39	>	>
N =	9,95	>	>
Asche =	7,65	>	>
Die Analyse der aus der Kultur erhaltenen in y2 p. C.-iger Salzsäure unlöslichen Substanz lieferte folgende Zahlen:
C = 66,84 p. C.
H= 4,81 >	>
0 =	23,76	>	>
N =	1,22	>	>
Asche =	3,37	>	>
Die Durchschnittszahlen der gemachten Analysen mit einander vergleichend, kann man folgende Tabellen zusammenstellen.
Die in 1/2 p. C.-iger Salzsäure löslichen Substanzen in p. C.
C H 0
Aus menschlichem Urin 42,61 5,07 36,50 Aus Hundeurin	42,42 5,76 35,44
Aus der Kultur	42,60 4,40 35,39
Die in y2 p. C.-iger Salzsäure unlöslichen Substanzen in p. C.
N Asche 9,19 6,63
S
Spuren.
4,91
9.48 6,90	an,a^ , Spuren
9,95 7,65	au,a^ , Spuren
’ Vorhand. ^
Aus menschlichem Urin Aus Hundeurin Aus der Kultur
C
HON Asche
S.
F
60,88 1,85 23,77 7,55 5,95 anal^1^)i vor*
wegen Mangel an Material nicht ausgeführt
66,84 4,81 23,76 1,22 3,37 aualytl^ch vor"
5	5	’	’	handen.
Aus der ersten Tabelle ersieht man, dass die aus dem Urin des Menschen und des Hundes und aus der Kultur erhaltenen in % p. C.-iger Salzsäure löslichen Substanzen dem Procentgehalt ihrer elementaren Bestandteile