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ÜBFR SCHLEIMIGEN URIN.
nach, einander analog sind und der quantitativen Analyse der Asche nach, einander decken. Sie enthalten eine bedeutende Menge Phosphor und nur Spuren von Schwefel.
Aus der zweiten Tabelle ist ersichtlich, dass die unlösliche Substanz einen ganz andern Procentgehalt der elementaren Bestandteile hat. Die aus dem menschlichen Urin und der Kultur erhaltenen Substanzen unterscheiden sich von einander bedeutend, enthalten aber beide Eisen, Phosphor und Schwefel und ausserdem Stickstoff. Somit sind beide von mir erhaltene Substanzen den stickstoffhaltigen zuzurechnen, was mit Coronedrs und Rothmann's Ansichten im Widerspruch stellt
Den Hauptbestandteil des schleimigen Urins bildet die in ff, p. C.-iger Salzsäure lösliche Substanz, während die Menge der unlöslichen sehr gering ist. Dieser lösliche Teil ist es, der dem Urin den schleimigen Charakter verleiht. Diese Substanz zu den Mucinen rechnen, darf man schon deshalb nicht, weil das Mucin nur Schwefel, aber keinen Phosphor enthält. Aus diesem Grunde kann es auch nicht dem Chondroproteïn und dem Hyalogen zugezählt werden. Auch die Elementaranalyse des Mucins ergibt nicht dieselben Resultate wie die von uns untersuchte Substanz. Die Analyse der verschiedenen Mucine gibt folgende Zahlen in Procenten:
C	H	N	S
48,26—50,32 6,80—6,91 10,07 — 13,65 0,84—1,75
Die untersuchte Substanz ergab folgende Zahlen in p. C.
C	H	N	S	P
42,61	5,07	9,19	Spuren	4,91.
Ausserdem werden die eigentlichen Mucine dadurch charakterisiert, dass sie mit Essigsäure einen in einem Überschuss der Säure unlöslichen Niederschlag geben und bei längerer Einwirkung verdünnter Mineralsäuren sieb spalten und dabei solche Substanzen bilden, welche das Kupferoxyd in der Fehling'schen Lösung reducieren und mit a-Naphtol die Molisch’sche Reaktion geben.
I)as Mucin giebt die farbigen Eiweissreaktionen. Die von mir untersuchte Substanz enthält Phosphor, aber keinen Schwefel, wird von Essigsäure nicht gefällt, gibt keine farbigen Eiweissreaktionen und bildet beim Kochen mit Säuren keine das Kupferoxyd reducierenden Substanzen. Vor der Dialyse wurde noch Reduktion beobachtet, doch konnte dies von dem Zucker im Urin des Kranken abhängen. Nach der Dialyse fand keine Reduktion mehr statt.
Aus demselben Grunde kann diese Substanz nicht zur Gruppe der Mu-coi'den gehören. Auch die Untersuchung M a 1 e r b a’s, der diese Substanz Gliscrin nannte, ist nicht überzeugend. Er fand zwar, dass das Gliscrin ein Eiweisskörper ist, doch wurde nur die qualitative Untersuchung vorgenommen. Auch scheint die Ausscheidung der Reinsubstanz keine gelungene gewesen zu sein. So machten sich z. B. beim Verbrennen der Substanz der Geruch verbrannten Urins und Ammoniakdämpfe fühlbar, während andre Autoren dessen nicht erwähnen.