﻿ÜBER SCHLEIMIGEN URIN.
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Wasser neutral reagierte. Der auf dem Filter zurückgebliebene unlösliche Teil wurde getrocknet und getrennt gesammelt.
Die durch die Dialyse erhaltene Lösung opalisierte und reagirte neutral. Der in Salzsäure lösliche Teil betrug, von den Salzen befreit, im ganzen 8,8 p. C., der unlösliche 1,3 p. C. Ausser den Salzen wurde in dem untersuchten Pulver noch aus dem Urin übergegangener Traubenzucker gefunden, was daraus erhellte, dass die Lösung des erhaltenen Stoffs in der Fehling’schen Lösung das Kupferoxyd reducierte und dass nach der Dialyse die Reduktion nicht mehr stattfand.
Die dialysierte Lösung wurde in einer Porzellanschale bis zur Trockne abgedampft und mit einem Glasspatel abgeschabt.
Mit der auf solche Weise erhaltenen Substanz wurden folgende qualitative Reaktionen erhalten:
1)	dieselbe löste sich in kaltem Wasser nicht;
2)	löste sich nicht in hei§sem Wasser;
3)	löste sich in Ätzkali;
4)	löste sich in Schwefelsäure;
5)	löste sich in Salpetersäure mit gelblicher Färbung;
6)	löste sich in Salzsäure nicht vollständig;
7)	löste sich in Essigsäure nicht;
8)	sie wurde von Chlornatrium nicht gefällt;
9)	wurde	von	Magnesiumsulfat nicht	gefällt;
10)	wurde	von	Tannin gefällt;
11)	wurde	von	Pikrinsäure gefällt;
12)	wurde	von	Phosphor-Molybdänsäure	gefällt;
13)	Millon’s Reagens färbte sich gelb, bewirkte aber keine rote Färbung;
14)	auch die Xanthoproteünreaktion wurde nicht erhalten, da die mit Salpetersäure gekochte Substanz bei Ammoniakzusatz die schwachgelbe Färbung nicht verstärkte;
15)	die Biuretreaktion wurde nicht erhalten;
16)	durch längeres Kochen mit verdünnter Salzsäure wurde das Kupferoxyd in der Fehling’schen Lösung nicht mindert.
Bei der künstlichen Verdauung in Magensaft löste sich die Substanz nicht vollständig auf, und die Lösung reagirte stark auf Peptone.
Der Stickstoff wurde in der erhaltenen Substanz nach Kjeldahl's Verfahren, der Kohlenstoff und der Wasserstoff durch Verbrennen im Muffelofen bestimmt.
Bestimmung des Stickstoffs.
Aus 0.1766 der Substanz wurden 16,24 mgrm. Stickstoff erhalten.
0,1766 - 16,24 100 — x
x —	9,19 p. C7
Somit enthält die untersuchte Substanz 9,19 p. C. Stickstoff. Die Bestirnte*