﻿ÜBER SCHLEIMIGEN URIN.
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A 1 b e r t o li i und C o r o n e d i halten diese Substanz für ein Kohlehydrat. In meinem Fall dagegen enthielten beide Substanzen, die lösliche sowohl als die unlösliche, Stickstoff.
Auf Grund des Gehalts an Phosphor und des Fehlens von Schwefel muss die in 1 * p. C.-iger Salzsäure lösliche Substanz der Gruppe der Nukleo-proteïde zugerechnet werden.
C r a m er, N i s h i m u r a, die die Körper der Bakterien chemisch untersuchten, bestimmten die elementaren Bestandteile derselben, wobei sie fanden, dass die Quantität des Kohlenstoffs und des Wasserstoffs bei allen Bakte-rienarten fast die nämliche ist und zwar:
C = 50,0 — 51,0 p. C.
H— 7,0
Die Analysen der von mir untersuchten Substanz ergaben:
C — 42,0 p. C.
II = 5,0 >	>
Somit kann diese Substanz nicht für eine einen Bestandteil des Bakterienkörpers bildende angesehen werden.
Nencki und Sch offer schieden aus Bakterienkörpern eine Substanz aus. welche sie Mykoproteün benannten. Aus der von ihnen ausgeführten Analyse ist ersichtlich, dass das Mykoproteün der von mir ausgeschiedenen Substanz nicht entspricht.
Das Mykoproteün enthält in Procenten:
C	H	N
53,07—53,82	7,79 — 7,76	14,14—13,82
Die von mir ausgeschiedene Substanz enthält in Procenten:
C	H	H
42,69—42,50	5,15—5,0	9,26—9,12
Eine charakteristische Eigenschaft des Mykroproteüns ist die Fällung durch Kochsalz; es reagiert sauer, wird in sauren Lösungen durch gesättigte Lösungen von neutralen Salzen gefällt, bildet Niederschläge mit Tannin, Pikrinsäure, Ferrocyankalium und Quecksilberchlorid; Salpetersäure bewirkt eine schwache Trübung und giebt die Xanthoproteünreaktion nicht.
Milieu’s Reagens färbt das Mykoproteün beim Erwärmen rot. Dasselbe enthält weder Schwefel noch Phosphor.
Die von mir gewonnene Substanz ist, wie die Elementaranalyse und die qualitativen Reaktionen gezeigt haben, dem Mykoproteün nicht analog. Sie wird von Ferrocyankalium nicht gefällt, von Salpetersäure nicht getrübt, gibt mit Millon’s Reagens die Eiweissreaktion nicht, wird von Ätzkali und Kupfersulfat nicht violett gefärbt. Sie enthält viel Phosphor und keinen Schwefel.
Alles dies zeugt dafür, dass die von mir gewonnene Substanz ein eigentümliches Produkt der Lebenstätigkeit des Bac. viscosus ist, welches die in